Neuigkeit:
19.02.2009 - Wie der Phoenix aus der Asche...
...meld ich mich wieder zu Wort.

Danke Steven fuer die einleitenden Worte, irgendwie hat m ...
If I were you now:


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tony wrote:
good return to house!!! my bro..

Mum wrote:
Have a great time crossing the continent and looking forward to seeing you soon. Take care. If I were you I would enjoy every minute of it . ( that´s what you are probably doing anyway)

Alex (Krisna) wrote:
Ich würde mal neue Bilder hochladen, damit man mal mehr \"neue Sachen\" sieht :P

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Mum wrote:
Alex alias Indiana Jones is back home in Germany!!!!!!

Konrad aus Klosterfelde wrote:
Genieß die letzten Tage und komm wohlbehütet zurück. Man sieht sich hoffentlich mal im guten alten Deutschland.

Alex wrote:
will be back on the 5th of June!!!!

Logbuch


Entry #30
19.02.2009 - Wie der Phoenix aus der Asche...
...meld ich mich wieder zu Wort.

Danke Steven fuer die einleitenden Worte, irgendwie hat mich das echt wieder zum Schreiben angeregt. Jetzt hab ich mich schon seit November letzten Jahres nicht gemeldet und hab schon ein ganz schlechtes Gewissen; nunja ich versuchs trotzdem mal und schreib einfach was ich seitdem so gemacht habe, aber alles Stueck fuer Stueck. Hier kurz die Themen die ueber die ich noch was schreiben will:

- Tasmanien
- Snowy Mountains – Gipfelbesteigung & zum Besuch in der Hauptstadt
- Wollemi NP Kanuabenteuer
- Klostertage Vipassana
- Ein Stueckchen Heimat in Australien
- Akaroa – New Zealand - Neuseeland

Auf gehts!

Tasmanien:

„Tassie“ hat einfach alles: riesige unbewohnte Wildnis, jede Menge Tiere und Pflanzen, eine duestere Kolonialgeschichte und meine Wenigkeit mit der Absicht dies alles zu erkundschaften. Seit jeher Spott fuer die „Festlaender“, hat es mittlerweile den Makel der Isolation abgeschuettelt und ist zum kompletten Zwiebelversorger fuer MC Donalds in Australien und Neuseeland aufgestiegen. Man kann es auf 2 Wegen erreichen: Per Faehre „Spirit of Tasmania“ von Melbourne nach Devonport oder die Flugmaschine von einigen Grossstaedten der hier liebevoll genannten „Nordinsel“. Wir, das heisst Laura – eine „alte“ Kollegin aus Schulzeiten – und ich, haben uns aus Gruenden der Autoueberfuehrung fuer ersteres entschieden, und haben uns damit nach 11h Ueberfahrt und weiteren 2h Quarantaenedurchsuchungen auf dem suedlichsten Bundesstaat Australiens befunden. Da man als professioneller Backpacker zumeist nicht mehr als 12h im vorraus plant, war unser erster Weg der Weg zur Tousisteninformation bei der man zumeist von auesserst freundlichen Menschen eine ausfuehrliche Schilderung der Begebenheiten erhaelt und von der man mit mindestens 3kg Prospekten, schnell irgendwo in den Reisefuehrer gesteckt, wieder zum Auto laeuft. Als das nun geklaert war ging es gleich weiter zur jobsuche um wenigstens den Anschein zu geben nicht nur „Durch-die-Gegend-zu-zigeunern“. Nach ausfuellem des bekannten „Paperworks“ wurden wir gleich auf einen Apfelplantagenjob in 2 Wochen vertroestet und sind zufrieden in Richtung Launceston weitergeduest, einer mit etwas mehr Kultur gesegneten Stadt als Devonport. Farmarbeit ist ja sowieso immer nur die letzte Instanz, doch bei der Hoffnung in der Zeit etwas besseres zu finden blieb es dann auch und wir landeten doch bei der letzten Instanz, was sich hinterher aber als Gluecksgriff herausstellte.

Unsere erkaempfte bzw. gezwungenermassene Urlaubsfreiheit wurde mit weissen Straenden mit tuerkisfarbenem Wasser, schneebedeckte Berge gespiegelt in glatten Seeen, ungeheurer Natur in einsamen Nationalparks und mit in Australien rar gesaeter Kultur belohnt. Einer dieser geschichtstraechtigen Orte heisst „Port Arthur“. Von 18-30 bis 1877 erlebten hier etliche Strafgefangene eine harte, brutale Zeit – fuer einige war es die Hoelle auf Erden. Dennoch konnten sich diejenige, die sich ordentlich benahmen bessere Bedingungen vorfinden als in England und Irland.
Auch Hobart, die Hauptstadt der Insel mit der groessten UV-Belastung der Welt, hat mehr zu bieten als Pommes klauende Moewen am Hafen. Von hier aus fahren die Kutter in Richtung Antarktis zum Hochseefischen und die Touristenschiffe nach Brunyisland zum Wale beobachten.

Fuer viele outdoor freaks ist Tasmanien ein Paradies, nicht ohne Grund nennt man es hier auch „cheap New Zealand“; so findet man hier den weltberuehmten Overlandtrack, der sich 80km lang durch die Cradle Mountains bis zum Lake St.Clair schlaengelt. Eigentlich war genau dieser 6-Tagetripp mein Ziel, doch man sollte schon vorher wissen, dass man lange im vorraus buchen muss – nur 30 Menschen sind pro Tag zugelassen zu starten; Fuer einen Tagestrip hat es aber dann doch noch gereicht. Wir trafen dort einen Schweizer der eigentlich genau wie ich von Cairns bis Melbourne gefahren ist, der Unterschied: Er fuhr die 5000km mit dem Fahrrad und nicht mit dem Auto, das sind 3 Monate durchschnittlich 60km...Wer jetzt aber glaubt er ist einer der beschriebenen freaks irrt sich, es gibt einen Deutschen der seit 5 Jahren auf dem Weg von Deutschland nach Australien ist und jetzt vermutlich irgendwo im Outback rumhockt – Prost Mahlzeit!

Aber auch anderswo trisst man seltsame Gestalten, meist da wo man es am Wenigsten erwartet; so trafen wir abgelegen im riesigen suedwestlichen NP eine Gruppe von 20-30 Aktivisten die seit 2 Jahren eine geplante Strasse blockieren. Mit kleinen Baumhaeusern in den bis zu 90m hohen Wipfeln, Autobarrikaden und einbettonierten Handschellen versucht man hier die Staatsgewalt zu nerven. Einer dieser „outlaws“ hat uns eine kleine Fuehrung durch den Ort gegeben - fuer mich sehr beeindruckend. Lustigerweise ist unter der Community aber kein einziger Tasmanier.

Etwa 30km weiter an unserer uebernachtungsstelle waren dutzende Wallabies, einige sogar mit kleinen Baby Wallabies im Beutel. Leider kam uns auf unserer Strecke eins dieser Tiere zu nah und wurde von Arnold (Auto)..aehm..verschluckt...

Nach weiteren Fahrten immerweiter der Vollendung der Umrundung nahekommend und durch immerweitere Geisterstaedte fahrend, wie z.b. Queenstown, sind wir nun sesshaft geworden und arbeiten in der besagten letzten Instanz, 6km von unserem Caravanpark in Latrobe entfernt, um abertausende Aepfelbaeume von abertausenden Aepefeln zu befreien, anders gesagt: Wir duennen die Baeume nur aus, schnipsen von 10 Aepfeln am Ast 8 ab, damit diese verbleibenden groesser und schmackhafter werden koennen. Unser Boss Adrian, fuer den wir ganze 15 Tage arbeiten sollten, ist verdammt nett, wo nurnoch Emma von „Spotlight“ mithalten kann. Auch die anderen Leute von der Arbeit tragen zur Erleichterung des 8-h Tages bei und ab und zu wird man mal hier mal da nach der Arbeit zum Apres-bier eingeladen - bei unserem best-tassie-grandpa sollten wir sogar spaeter ein wundervolles Weihnachten feiern...

Erstmal war jedoch noch arbeiten angesagt und was auf eine glueckliche problemlose Zeit nunmal folgt ist eine gluecklose problemhafte Zeit, doch nicht bei uns. Ich hatte zwar von Anfang an das Gefuehl, dass Laura mit den ganzen Problemen am Auto zu tuen haben sollte, aber so ist das ja mit Aberglauben: Man sucht einen schuldigen, am besten eine Frau, bringt sie zum Scheiterhaufen und man hofft das Problem ist geloest - so war das im Mittelalter. Ich hab Laura natuerlich nicht verbrannt, wieso auch, ich hatte ja Adrian unseren Boss, der unser „Nagel-im-Reifen/Platten-Problem“, einfach mit seinem Gabelstapler ankommend geloest hat und zudem noch Steve auf dem Caravanpark, der den Reifen auchnoch flicken konnte.

Mit Steve hatte ich sowieso immer total viel Spass: Sei es beim „The world goes by“ angelnd auf der alten Eisenbahnbruecke, „Wer hat Angst vor dem Bullen und aergert die Kuehe trotzdem“, Schaafefangen, Mountainbikecruisen, Kochen, „Footy“ spielen, am Feuer sizten und Aufklaerung betreiben, 4Wdriven oder einfach nur beim alltaglichen YUKI in unmoeglichen Frequenzen rufen -mit ihm war es immer lustig, denn von einem ausgewaschener Bushman der mit 14 eine Butcherlehre anfing und seit dem mit seiner Freundin durch die Gegend campt, kann man noch so einiges lernen.

Zu 4. hatten wir uns auch eines Tages auf den Weg zum groessten Labyrinth der Welt gemacht, gebaut aus unendlichen Hecken, die sich bis zu 3m autuermen und unueberwindbar sind. Wenn man sich hier verirrt, verirrt man sich. Nach 4h mehr oder weniger qualvoller Suche, haben wir dann aber doch das Ziel erreicht und konnten bei Pancake und Milkshake den Tag ausklingen lassen.

Die Anderen von unserer allabendlichen „Am-Feuer-sitz-Runde“ waren der erwaehnte YUKI, ein Japaner aus Japan , 2 weitere dieses Stammes, Collin aus WA (Western Australia) mit seiner Frau) und Pad ein Kiwi, also ein Neuseelaender. Pad kam mit den vielen Menschen in Tasmanien nicht klar, er war Einsiedler aus einem Dorf an der Suedostkueste der Nordinsel NZ’s und war noch nie ausserhalb seiner Heimat, die ganzen „Grossstaedte“, mit sage und schreibe 30.000 Einwohnern in Devonport, haben ihn krank gemacht und daher hat er sich ab und zu einfach mit seinem Zelt in den Wald gelegt „um mal wieder zur Ruhe zu kommen“, wie er sagt. Ab und zu hat er mir mit kiwianischer Kochkunst was zum „Tea“ gekocht, mir anfangs voellig unerklaerlich, dass man dort mit „Tea“ „Dinner“ meint – da hatte ich noch gedacht er macht mir einen Tee 
Ab und zu hat dann einer von der Runde ein Wallaby geschossen, was es dann am Feuer gegrillt zum „Tea“ gab und uebrigens absolut „yumi“ ist, ungefaer vergleichbar mit Lamm - nur anders; YUKI hat uns auch beigebracht wie man Sushi macht und Collin wie man das tollste ciabatta ausserhalb Italiens zubereitet. Unsere kleine entstandene Community war sogar so gemuetlich, dass wir beschlossen haben noch etwas laenger auf Tasmanien zu bleiben um hier mit denen Weihnachten zu feiern und nicht wie geplant zum ueberfuellten Bondi Beach mit hunderttausend anderen Backpackern.

Unser Weihnachten war also ganz anders, ganz anders als in Deutschland, aber auch anders als anders: Wir begannen den 24.12. damit zu arbeiten, hoert sich ja schonmal nicht so toll an, aber in Australien bedeutet Weihnachten „Christmas Day“ und damit ist der 25.12. gemeint - nagut, ich hab mich dann auf den heiligabend mit einer Vigil als Messe begnuegt, die, wie ich meine, absolut schlecht war. Die Predigt wurde in 5min abgespult und Weihnachtslieder gab es erst garnicht –nagut, dann halt doch sich den Gegebenheiten anpassen und Weihnachten erst richtig am 25. feiern. Das haben wir dann bei unserem „best-tassie-grandpa“ + Verwandtschaft im 20min entfernten Port Sorell gemacht. Das Essen war super: Es gab jegliche Kombination von Schrimps: Schrimps in Blaetterteig, Schrimps mit Nudel, Schrimps auf Kraecker, Schrimps im Salat, Schrimps mit Gemuese, Schrimps gekocht, Schrimps gebraten, Schrimpscocktail, Schrimps mit Bananen... („Lauf Forest, lauf“, kennt das jemand?)- nagut, danach gab es bei angenehmen 26 Grad und kurzen Sachen die Geschenke vom Kamin und vom Weihnachtesbaum, was jedoch nur nebenbei passiert ist und ohne grosse Begeisterung hingenommen wurde –nagut, die ersten haben schon ein gekuehltes VB aufgemacht und sich draussen in die Sonne gesetzt, damit war der festliche Akt vorrueber und es begann der feierliche – natoll!

Meine australische Liste an Geschenken:
 1 Rubbellos und 1 Sixpack von Collin
 1 selbstgemachten Kuchen von Michel
 1 Karte mit einem eingeklebten Gabelstapler von der Arbeit...
 1 Anhaenger von Yuki
 1 Packung Schokolade von unserer Weihnachtsgesellschaft

Weihnachten war aufjedenfall aufregend, am nachmittag sind wir noch zurueck zum Caravanpark gefahren und haben die anderen, besonders Steve, beim betrunken sein zugesehen und haben mit 4-5 anderen Familien Cricket gespielt.

Nun war auch unsere unglaubliche 5 woechige Reise auf Tasmanien zuende. Am Boxingday (2.Weihnachtsfeiertag) haben wir wieder die Spirit of Tasmania genommen und sind gleich weiter nach Richtung Sydney gefahren um rechtzeitig zum grossen Feuerwerk anzukommen, doch bis dahin hatten wir noch etwas Zeit die wir sinnvoll genutzt haben, doch davon ein andernmal.

Ich wuensche allen noch einen schoenen Februar.

Lg aus Christchurch, Neuseeland, 12h Zeitunterschied

P.S.: Danke Papa fuer den tollen Urlaub 
P.S.S: Fehler aller Art waren reine Absicht


Entry #29
22.11.2008 - 5kg Karotten und das Outback

Ja ich weiss... lang ists her, dass ich mich gemeldet habe, aber so ist das nunmal wenn man den ganzen Tag beschaeftigt ist!

In der Zeit ist viieeel passiert. Zu dem Zeitpunkt als ich das letzte mal geschrieben habe, war ich in gerade im alternativen Byron Bay ca. 200km suedl. von Brisbane. Von dort aus ging meine Reise entlang der Ostkueste in Richtung Sydney und weiter nach Melbourne. Nach kurzen Aufenthalten entlang dieser Strecke, in Melbourne und einigen Tagen auf einer Alpacafarm (s. Bilder), bin ich mit Daniel vor 2 Wochen aus Melbourne zu einem fast 3000km Roadtrip entlang der Kueste ueber die Great Ocean Road nach Adelaide bzw durch die Halbwueste der Flinders Rangers und zurueck aufgebrochen.

Mit 5kg Karotten, 10l Kanistern Wasser, Fisch- und Bohnenkonserven, Pumpernickelbrot, Vollen Benzinkanistern und jeder Menge Euphorie sind wir gestartet, mit vielen Erfahrungen und Fotos wiedergekommen.
Entlang der Great Ocean Road gab es viel zu sehen, nicht umsonst rangiert sie zusammen mit dem Ayers Rock und dem Opera House um die Touristenattraktion Australiens Nr. 1. Koalas die nicht wissen, dass man so einfach die Strasse ueberqueren kann, 100km lange Sandstraende und das was die Gezeiten in die Felsen geformt haben, gab es zu bewundern. Viele Touristen mieten sich fuer 2-3 Tage ein Mitwagen oder nehmen eine der vielen Touren in Anspruch, die man entlang der Route sieht. Fuer uns adventurebackpacker kam das natuerlich nicht in Frage, anstatt in teure Motels oder vereinzellte Hostels einzuchecken, haben wir an einsamen Straenden im Auto geschlafen und uns an kalten duschen am Strand gewaschen. Ab und zu mussten wir zwar mal unser Proviant auffrischen, doch eigentlich waren wir ziemlich unabhaengig. Hinter der Great Ocean Road, wenn die Touristenbusse wieder Richtung Melbourne aufbrechen, wird es erst so richtig interessant, noch 400km Strand bis Adelaide, gesaeumt von kleinen vertraeumten Fischerorten in denen wir versucht haben anzuheuern, das trotz unserem engagement nicht geklappt hat. Diesen Abschnitt hinter uns gelassen, kamen wir in die Vororte Adelaides und damit in DIE Weinregion Australiens. Scheinbar entlos ziehen sich die Reihen der Weinberge entlang der Strassen. South Australia ist zwar der trockendste Staat des trockendsten Kontinents, was man schnell zu spueren bekommt, doch trotzdem kann dank des riesigen Murrayrivers auch allerhand Obst und Gemuese gedeihen. Wir hatten ein Tag die Moeglichkeit auf einem dieser Weinberge unsere Reisekasse aufzufuellen. Die Arbeit war leicht, doch trotz der uuuunglaublich vielen Fliegen und der Sonne sehr anstrengend. Besonders Daniel war froh, dass wir am Abend weiter gefahren sind, auf in die grosse Provinzhauptstadt Adelaide. Eigentlich gibt es von diesem Ort nicht viel interessantes zu berichten, wir haben weiterhin im Auto geschlafen, sind durch den Botanischen Garten gelaufen und die unzaeligen Gruenflaechen, die das Stadtzentrum umringen, waren in der Haighs Schokoladenfabrik und haben uns mental auf die Flinders Rangers vorbereitet.

Nun merke ich mal wieder wie schnell die Zeit vergeht und ich aus dem Internet raus muss, aber noch so viel zu erzaehlen haette...

Montag fahr ich mit Auto und Faehre rueber nach Tasmanien, melde mich also wenn ich dort heile angekommen bin.

lg an alle die meinem Blog noch treu geblieben sind.
G\'Day

Entry #28
17.10.2008 - On a Walkabout
Nach mehrmaligen Aufforderungen meine Seite zu aktualisieren, habe ich endlich die Zeit und Entschlossenheit gefunden ein paar Zeilen zu schreiben...

Also dann, wo war ich die vergangenen 2 Wochen?
Nirgendswo anders als in Caboolture, eine Autostunde noerdlich von Brisbane - 2 Wochen voller Fun & Arbeit im Warenhaus. Was hab ich dort gemacht? Spotlight, so eine Art riesen Repo, zieht innerhalb Cabooltures um, da das ganz schoen viel Zeug ist was da transportiert und eingeraeumt werden muss, bin ich und viele andere da gewesen um zu helfen.
Das sah ungefaehr so aus: Um 8.00 Uhr im neuen Store Begruessung und Besprechung fuer den Tag. Etwas spaeter gings dann zum alten Store mit den 2 Trucks und den 2 Fahrern aka Cry Baby und Meshuga. Mittlerweile 9:30, Zeit fuer die erste Fruehstueckspause. Gestaerkt und voller Motivation werden die ersten Trolleys gefuellt und auf den Truck geladen. In der Zeit wo der Truck wieder zum neuen Store faehrt und entladen wird, sitzen wir in der dispatch und labern mit \"Honey Bear\" aka Tony Makkaroni oder Briteney, spielen mit der tape gun, oder liefern uns eine Kissenschlacht. Trucks wieder da, Emma: \"lunch?\", Ich: \"Wir hatten doch gerade erst Smoko!\"... nagut lunch. Mittlerweile 13.00 Uhr, der gemeine Australier wird jetzt langsam unmotiviert, noch nichts wirklich geschafft nur rumgesessen, gibt es nach dem lunch immer irgendwelche Probleme, etwas passt nicht in den Truck, jemand hat was im neuen Store vergessen, kein Fahrer da ... Wir kommen also vom lunch und sitzen jetzt statt im tearoom wieder in der dispatch und warten. Endlich der Truck ... doch keine Trolleys ... wieder warten... 15.00 Uhr: teatime. Noch 2 Stunden bis Feierabend, der Tag ist so gut wie um und nichts erreicht. Tendenziell wird sowieso alles doppelt gemacht; Die Teppiche vom Trolley auf eine Palette, Palette passt nicht durch die Tuer, Teppiche wieder auf den Trolley. Das ist Australien, doch warum aufregen wenn es dafuer Geld gibt und auch noch Ueberstunden doppelt bezahlt werden? Dazu sind auchnoch alle so freundlich, nach 2 Wochen hab ich mich wie in einer riesen Familie gefuehlt. Wenn ich jetzt auch noch ueber 21 gewesen waere, also volljaehrig und damit vollbezahlt, haette ich statt \"6 Richtigen im Lotto\" den Jackpott gezogen.
Man kann aber auch nicht den ganzen Tag arbeiten, man muss sich ablenken, auf andere Gedanken kommen. Am besten bei einer Partie Monopoly, beim Kaenguruh kochen, am Strand auf Bribie Island surfen, bei einem \"We are Scientist\" Konzert (<--tolles Konzert mit nur 100 Leuten, Vorband Bluejuice), Ausfluegen ins Brisbane Nachtleben oder einfach nur im Garten am Laptop. Das Highlight schlechthin war die Hausparty von Lolly am Samstag. So richtig amerikanisch, ich weiss nicht warum, aber so sieht man das zumindest in vielen Filmen. In der Woche danach wurde im Spotlight nurnoch ueber die Party gesprochen, Wer mit Wem, Wie und Wo. Besonders Wouter hatte es da nicht leicht :D

Doch leider musste ich schon am Mittewoch wieder los um meine Mission: \"Hanna, Sydney Flughafen, 6:15, 1200km Auto\" rechtzeitig zu vollenden. Wiedermal musste ich mich von meinen treuen Begleitern verabschieden. Nicht nur Wouter und Leo bzw. Freddy der hinterher auch noch nach Caboolture kam und bei uns gewohnt hat, sondern auch von den ganzen Asiaten die ich ins Herz geschlossen habe und die mich garnicht gehen lassen wollten, musste ich \"Auf Wiedersehen\" sagen. Mit etlichen Adressen fuer free accomodation in Caboolture, Hong Kong und Newcastle in der Tasche, habe ich mich dann alleine auf den 2 stuendigen weg nach Surfers Paradise gemacht. Ein ganz komisches Gefuehl so alleine in einer Stadt zu sein die aussieht wie lloret de mar, Monacco und Las Vegas in einem. Mag ganz in Ordnung sein, mir aber zu unpersoenlich, ausserdem hab ich einen 35$ Strafzettel bekommen, was Surfers ins schlechte Licht fuer mich rueckt.

Am naechsten Tag erreichte ich die Hippiemetropole Nimbin. Wenige Sekunden spaeter: \"Wanna weed?\" \"no, cheers mate\". Es reiht sich Coffeeshop an Coffeeshop in denen Rauchen explizit erwuenscht ist. Man spuert sofort den Konsum THC-haltiger Kraeuter in der Luft. Auch ohne etwas zu rauchen, vernebelt es einem die Sinne. Nimbin gleicht einem Freilichtmuseum mit dreadlockstragenden Hippies sitzend unter den Schatten spendenden Vordaechern. Gesehen haben muss man die Hemp-Embassy und das Hemp-Museum, das jedes Jahr ein Festival fuer Liebe, Frieden und Freiheit organisiert. Bestandteil dessen ist auch die beruechtigte Marihuana- Olympiade: Da gibt es Wettkämpfe im Schnellrollen, im Bong- Weitwurf und Bong- Bauen. In weiteren Disziplinen wird u.a. ermittelt, wer am schnellsten seine Rauch- Utensilien wegwerfen und vor den Cops flüchten kann. Beim Cannabis Cup wird Geschmack und pschychedelische Potenz der neuen Ernte von einer fachkundigen Jury beurteilt und der erfolgreichste Anbauer prämiert. Statt Billabong findet man hier Bringabong, Dont Worry be hippy wird gross geschrieben. Nach 2 Stunden hat man jedoch alles gesehen, vlt ist es wert ein paar Naechte in diesem unbeugsamen Dorf des Widerstands zu bleiben, doch leider habe ich keine Zeit, es zieht mich in den Sueden.

Wieder an der Kueste angekommen, 60km von Nimbin entfernt, erschliesst sich mir ein neuer Ort: Byron Bay. Auf den ersten Blick nicht weiter besonders, sieht man vom Leuchtturm mal ab, doch ist man erstmal in der Art Factory, einem Hostel etwas ausserhalb, denkt man gleich wieder an das alternative Leben von Nimbin. In umgebauten Doppeldeckerbussen oder Tippizelten inmitten einer Kulisse von Haengematten und Holzstegen am Wasser kann dort genaechtigt werden. Am Abend sitzt man entweder im Whirlpool mit Sekt oder am Lagerfeuer bei Trommel und Gitarrenmusik, dabei kam mir die Idee morgen den Sonnenaufgang am Leuchtturm zu beobachten - gesagt getan. Um 4:30 aufgestanden, mit Kamera und Stirnlampe bewaffnet zum ostlichsten Punkt Australiens gewandert. Ich wurde mit einer wunderschoenen aufgehenden Sonne belohnt und kann jetzt behaupten als erster Mensch in Australien am 17.10.08 die Sonne gesehen zu haben XD.
Nach meinem Fruehstueck am Strand, sitze ich jetzt wiedermal bei PeterPans am Rechner und ueberlege was ich heut noch so mache. Es regnet und ich habe nurnoch 43h fuer die verbleibenden 850km Zeit.

Increase the peace,
Alex

Entry #27
29.09.2008 - Auf gehts!
Soo, meine naechsten Tage sind wohl erstmal geplant: Ich fahr morgen nach Caboolture, 50min von Brisbane entfernt, um fuer die naechsten 2 1/2 Wochen in einem Warehouse zu arbeiten. Was, wie und wo ich da was mache weiss ich noch nicht, desshalb geht es morgen auch schon um 6:30 Uhr los.

Aber irgendwie schade; Brisbane ist mir gerade ans Herz gewachsen.
Immerwieder gibt es hier was zu entdecken und zu erleben. Ich hatte noch nichtmal die Zeit mal 30min nur dazusitzen um mein Buch weiterzulesen oder mal was in mein Tagebuch zu schreiben. So war es auch gestern wieder. Ich hatte mit Freddy vor nach Westend zu laufen um dort bei Dominos am Pizzatag die 3,90$ Hawaipizza zu essen. Zwischendurch ist Freddy dann eingefallen mit seinen Eltern zu telefonieren, nagut dachte ich mir, dann erkunde ich mal allein die Gegend. Da stand ich dann vor dieser Kirche, lass mir gerade die Flyer und Werbung durch, als mich ploetzlich jemand von hinten zum Essen einlaedt :D. Hinter der Kirche, in einem kleinen Gemeinderaum, mit fast 30 sich gemuetlich unterhaltenden Leuten, stand dann auf einmal ein riesen Buffet mit Pizza, Donuts, alles erdenkliche vom Baecker, Getraenke etc. und mein Bauch war schon total voll, da kommen mir ploetzlich 2 volle Taschen mit Brot und Teilchen entgegen, die ich doch bitte annehmen soll. Die Leute waren alle total nett und dabei hab ich doch garnichts gemacht? Freddy kam dann nach und hat auch noch was abgreifen koennen. Zurueck im Hostel mussten wir erstmal unsere Story erzaehlen und von nun an werd ich nur noch \"Der Gluecksmagnet\" genannt. Fuer heute wurden wir uebrigends auch wieder zum Essen eingeladen :D
Interessant sah z.b. auch der Priester aus: Totenkopftatoos an beiden Armen, Lederjacke und Harley Davidson T-Shirt, Glatze, riesen Kreuz um den Hals...

Ansonsten waren wir gestern im Cultural Centre an der Lagune. Sonntag, viele Menschen, Markt, Strand, junge talentierte Menschen mit Instrumenten spielend auf der Promenade - wir mittendrin, endlich mal wieder schwimmen, einfach nur geniessen. In dem Augenblick sah man die Kondensspuren eines Flugzeuges am tiefblauen Himmel, keine normalen, so alsob jemand was schreiben will. \"Me...\", was hat der Typ vor? Einige weitere akrobatische Saltos & Loopings spaeter stand dort \"Merry me\". Keiner wusste natuerlich wer gemeint war, trotzdem fing man an zu klatschen, diejenige muss sich total gefreut haben. Ueberhaupt sind die Australier sehr Hochzeitsverliebt. Hier oder dort sieht man gut gekleidete junge Menschen in alten Kirchen in der City, da weiss man schon: Hier heiratet gleich wieder jemand.

Am Abend vorher war ich zum Ersten mal in meinem Leben auf einem Oktoberfest, deutsches Bier, Haendl, Wuerstchen, lederhosentragende Bayer, Traditionsmusik, Dirndl, Brezel - all das in Australien und die Australier fahren total drauf ab. Ich fands ganz Ok, aber was anderes als Bier konsumieren kann man dort nicht ...

Heute bin ich also noch eine Nacht im Auto, mittlerweile schon die 6.. Wenn wir in Caboolture sind muessen wir uns nach Unterkunft erkundigen, waer sonst doof immer 50min dorthinzufahren. Der Ort ist nur sehr klein und weit ab vom Tourismus, vermutlich gibt es dort keine Hostels und wenn es keine Hostel gibt kann ich auch nirgends kochen oder duschen, sonst koennte ich ja auch im Auto schlafen, wie hier. Eigentlich gefaellt mir das so besser als 25$ pro Nacht im Hostel zu zahlen und im 10 Bett Zimmer zu schlafen. Das Auto steht sogar direkt hinter dem Hostel, in einer kleinen Seitenstrasse, sodass es 1. sehr ruhig und 2. nicht weit zum Hostel zum Kochen, Kuehlschrank,duschen ist.

Ich meld mich dann mal so nach meinen ersten Arbeitstagen und berichte, derweil versuche ich auch schon tagelang verzweifelt meine Bilder hochzuladen - vielleicht klappts noch.

lg
Alex


P.S.: Das eine Bild ist vom Casino bei dem wir gestern noch waren :D

Entry #26
26.09.2008 - Un nu?
Immernoch Brisbane ...
...ich weiss nur noch nicht fuer wie lange. Die Plaene in Australien aendern sich alle 5min. Daniel, mit dem ich mir eine flat sharen wollte, ist jetzt in Sydney und sucht dort ein Apartment/Job. Meine Hoffnung hier alleine ein Apartment zu finden hat sich gerade in Lust aufgeloest. Die Leute die ich angeschrieben hatte, wollten einfach nicht verstehen, dass ich nur max. 3 Wochen Zeit habe. Und irgendwie ist das ganzschoener Stress mit der Wohnung, gerade fuer so kurze Zeit. Dabei ist Brisbane ein echt gemuetlicher Ort, direkt am River gelegen, bisschen wie London, viele Parks, alte Kirchen die sich in den Skycrapern verirren, Fussgaengerzonen, freakige Orte wie The Valley vergleichbar mit Prenzlauer Berg, gechillte Leute nicht so amerikanisch wie in Sydney und dazu gibt es durch den Bauboom hier noch viele Jobs.

Mein Job auf der Kunstmesse ist am Dienstag mit einem nochmal richtig anstrengenden Tag bzw. Nacht (von 21.00 bis 06.00 Uhr) \"ausgelaufen\". Von nun an hatte ich Zeit mir mal Brisbane genauer anzuschauen, ein paar interessante Fotos zu machen, mal Abends wegzugehen, und den Lone Pine Koala Park anzuschauen. Indem war ich gestern zusammen mit Leo(Bayern),Woulter(Holland) und Freddey(Deutschland). Der Park war voll mit Koalas und anderem australischem gedoens wie Kaengurus, Wombats, Opossums, allerlei Voegel, Krokodilen und CO. Am besten war natuerlich das kuscheln mit meinem Koala \"Manuel\" auf derm Arm. Man glaubt echt, dass man ein Teddybaer auf der Hand hat, so weich und ruhig sind die, aber auch kein Wunder wenn man 20h am Tag schlaeft und den rest nur mit Eucalyptus futtern verbringt. Neben den ganzen Koalas haben wir uns noch diverse \"Shows\" mit Schlangen, Schafen + Hunden, Voegeln und Kaengurus angesehen. Vlt lad ich ja mal ein paar Fotos hoch :)

Gestern bin ich dann nach 10 Hosteluebernachtungen aus dem \"Chill Backpackers\" wieder in mein Auto eingezogen, diesmal mit Freddy. Die nacht war ziemlich angenehm, nur die Sonne hat uns mit ihren 30 Grad schon um 08.00 Uhr geweckt. Gefruehstueckt haben wir dann irgendwo auf einem Steg am Fluss. Jetzt sitzen wir hier im Internetcafe. Ich suche nach Apartments, Freddy nach Autos. Dann gehen wir gleich in einen riesigen Musikladen und wollen endlich mal wieder unser musikalisches Talent (aehem) am Klavier und oder Gitarre etc. ausprobieren.

Natuerlich war das nicht schon wieder alles, ich hab nur nicht die Zeit hier noch laenger im Internetcafe zu sitzen. Zu erwaehnen waer z.b. noch unser Free BBQ im Valley, unsere Hochhaustour, Unsere 30min Unterhaltung mit Rita im Rastafari-shop, unsere Nacht in der Downunder Bar, und all die lustigen Leute vom Cloud 9, die immerwieder lustige Geschichten ueber ihre BedBugs und Kuechenschaben zu erzaehlen haben.

Ich will ja auch nicht alles erzaehlen. Wer mehr wissen will kann mir ja mal eine E-Mail schreiben oder vlt kann man sich mal zum Telefonat verabreden :)

Sonnige Gruesse dann mal von mir


Entry #25
21.09.2008 - Brissi wuhu
Erstmal die 3 Tage Kanufahren im Everglades NP:
anstrengende Tage, kalte Duschen (wenn ueberhaupt), Plumsklo, Der Fluss, kein Strom, riesige Insekten, Abenteuer, Regenwald, Selbstverpflegung ...

Irgendwie Paradox, da bin ich nur 20km von Noosa entfernt, einem teuren High Society Ort an der Kueste, und stell mir vor ich sei irgendwo im Amazonas oder in Vietnam.
Auf dem Weg zur \"Toilette\" bin ich der mit Abstand groessten Spinne, und dem Frosch auf dem Foto, meine Lebens begegnet - mindestens Handteller gross. In den folgenden Tagen bin ich noch einigen Tieren begegnet. So schwammen unter unseren Kanus, bei meist nur 1m Tiefe, etliche Stachelrochen, an Land konnte man Kaenguruhs erkennen und abends lauerten Opossums auf unser Essen.
Meine Kanucrew bestand aus ziemlich interessanten Leuten: 1 Irischer Koch, 2 Franzosen und einem total interessanten Suedafrikaner. Mit 20 hat John in England schon sein Psychologie Studium beendet, hat dann eine Barkeeperausbildung gemacht, war jetzt 5 Monate in Laos Hoehlenforscher, macht jetzt W&T in Australien und will dann nach Neuseeland einen Outdoorladen aufmachen. Mit ihm bin ich auch im Kanu gefahren wie man auf den Bildern erkennen kann. So ein richtiger Abenteurer, so wie ich mich in 4 Jahren vorstellen kann. Mit ihm konnte ich mich ueber Philosophie & Religion unterhalten, konnte mit ihm um die Wette jongliert, Black Jack spielen oder einer seiner vielen Zaubertricks lernen. Wir zwei waren den anderem im Kanu meist weit vorraus und hatten so unseren Spass. Am 2. Tag sind wir mit unserem Kanu gekenntert, ziemlich doofe Aktion, da wir beide unsere teure Kamera dabei hatten, zum Glueck Wasserdicht verpackt, und unter uns die ganzen Rochen schwammen, vordenen wir aber weniger Angst hatten. Vor Tieren hatte John eh keine Angst, am letzten Tag hat ihn eine Spinne gebissen und obwohl ziemlich viel Eiter oder irgendwas darauskam war er vollends unbesorgt.
Abends haben wir dann unser Zelt aufgeschlafen, den Gaskocher aufgestellt, auf dem John und ich unsere billig Bake Beans gemacht haben und Peter, der irische Koch, sein 20$ Menu zusammengestellt hat. Danach gings frueh ins Bett oder ans Lagerfeuer und irgendwie waren die 3 Tage Wildnis auch schon wieder vorbei. Ich weiss aber jetzt schon, dass das nicht mein letztes mal war, vlt dann nicht mit dem Kanu, aber vlt. caving in Laos :)

Am letzten Tag mussten wir dann nochmal 3h Kanufahren bevor wir mit dem Bus zurueck nach Noosa gebracht wurden, wo die Maedels schon auf mich gewartet haben. Und dann gins ab nach brisbane, von dem ich mir Erholung und eine Pause erhofft hatte. 3 tage wollte ich hier bleiben, mittlerweile bin ich 1 Woche hier und bleibe wohl noch 3 weitere. Mitten in Brisbane standen wir nun da und wen treffen wir? Daniel und Till mit den ich zusammen in Ayr arbeiten war bzw. mit Danie zusammen getravelt bin. Es sollte an dem Abend noch 3 mehr Leute aus Ayr treffen. Das ist dahingehend komisch, weil Ayr 8000 Einwohner hat, ich vor 4 Wochen dort gearbeitet habe und jetzt in Brisbane mit 1,8mio die gleichen Leute treffe. Irgendwie ging dann alles ganz schnell. Daniel hat gesagt er geht zum Interview und ich war einfach mal mit und 30 min spaeter hatte ich fuer den naechsten tag 07.00 schon einen Job, und seit dem bin ich Vollbeschaeftigt. Der Tag hat ja bekanntlich 24h, leider, davon gehen 16h aufs Arbeiten. In den verbleibenden 8h muss ich mich zwischen Hygiene, Einkaufen, Internet, Essen, telefonieren und Freunde entscheiden. So hab ich letztens von 7-23 Uhr, 6-22 Uhr und von 8-24 Uhr gearbeitet. Aber ganz so hart ist es dann doch wieder nicht. Der Job ist sogar ziemlich cool nur 10 min vom Hostel auf dem Convention Centre auf einer Wandelkunstaustellung und ziemlich gut bezahlt. Meine Taetigkeiten umfassen somit: Bilder aufladen,entladen,einpacken, auspacken, rumtragen, sortieren, verkaufen und vieles mehr. Die meiste Zeit trink ich aber nur Tee, laufe durch die Gegend, hab Spass mit den vielen Iren die mit mir Arbeiten bzw mit Daniel und Co, spiele Karten, kuck mir andere Austellungen an oder unterhalte mich mit den Kunden. Mittlerweile kann ich glaub ich sagen ein echter Kunstkenner zu sein und irgendwie gehen mir die niemals endenen Container mit den Bildern auf die Nerven. 18.000 Bilder, manche 2*3m gross stehen hier. Bis Dienstag arbeite ich hier noch und such mir dann ein Apartment bzw. einen neuen Job.

Heute ist noch mein letzter Tag mit den Maedels, die morgen nach Surfers Paradise fahren und auch mein letzter Tag mit Daniel, der relocation nach Sydney macht. Bin also morgen mehr oder weniger alleine, geniesse aber nochmal den Abend mit hoffentlich gleich Kaesespaetzle und einem Ausflug in die Stadt, von der ich noch nichts gesehen habe, trotz 5min Entfernung.

Ich muesste ja eigentlich noch viel mehr schreiben, soviel ist hier passiert, was fuer Leute hier so sind, wie die Australier arbeiten, was ich so vor habe, was man hier sonst so macht, aber in 3 min schliesst die State Library of Queensland in der ich gerade sitze.

Die Tage mehr + Bilder

P.S.: Es gibt hier soooo viele Iren und die sind alle besoffen, aber herzensfroh und immer gut drauf. Ich bin nebenbei daran irish zu lernen bzw englischen Slang, Also: \"Whats d Crack?\"


Entry #24
11.09.2008 - Down South
Huhu, ich lebe wieder, also immernoch :)
Die letzten Tage seitdem wir Airlie verlassen haben, waren ganzschoen anstrengend, aufregend und erlebnisreich.Ich weiss auch garnicht wo ich anfangen soll. Ich komm einfach nicht hinterher mit dem schreiben, entweder hab ich keine Zeit oder es gibt kein Internet - Jetzt hab ich beides.

Wir haben also Airlie Beach verlassen, anders als geplant weiter zu 5. Das Auto war also wieder dementsprechend voll. 1. Ziel Mackay. Ein eigentlich recht langweiler Ort fuer Touristen. Fuer uns hiess es hier nur Schlafplatz suchen. Die langen Strecken zwischen 2 Orten und die Gefahr bei Dunkelheit gegen ein Kaenguruh zu fahren, lassen nicht viele Moeglichkeiten fuer Uebernachtungen offen, doch mit Lukas und Daniel im Auto wird es nie langweilig, so haben wir kurzer Hand entschlossen am Strand zu zelten. Wind, Dunkelheit und keine Heringe konnten uns nicht davon abhalten unser Zelt zu plazieren (s. Fotos). Nur die Angst morgens von irgendeinem Ranger geweckt zu werden, liess uns keine Ruhe.
Am naechsten Tag hat uns dann Lukas in Richtung Sueden verlassen, er hat nicht viel Zeit und hatte auch schon seine Frasertour vor uns gebucht. So ging es also zu 4. weiter. Auf dem Weg zwischen Mackay und Rockhampton ist einfach garnichts. Ab und zu laechelt mal ein totes Kaenguruh am Strassenrand oder eins der 100 000 Sugar Cane Felder, aber sonst heisst es nur: \"Ich und die Strasse\". Auf dem Weg haben dann auch Daniel und ich 20 Years on MTV Musik raten gespielt, verdammt lustig, aber nicht zeitfuellend genug, so gabs gleich noch ein Hoerbuch hinterher (Die Paepstin). Daniel und ich haben uns auch mit dem Fahren abgewechselt, sonst waeren mir auf der einfach nur Schnurgeraden Strasse die Augen zugefallen.
In Rockhampton, spaet angekommen, sind wir einfach nur in eine Seitenstrasse und haben zu 4. im Auto gepennt, um am naechsten Tag gleich weiterzufahren.
Allein schon wegen dem Namen \"Town of 1770\" sind wir einfach mal so \"zum kucken\" hingefahren. Im Endeffekt hat sich das als gute Idee herausgestellt. Lange hab ich kein so gutes Hostel gesehen. Riesen sauberes Zimmer, supergeile Dusche, freundliches Personal das einem gute Nacht sagt, kostenlose Teilchen die der Baecker nicht verkaufen konnte, Fruehstueck. Dies ist auch der 1. Ort nach dem Great Barrier Reef, somit kann man die ersten Surfer der Ostkueste beobachten.
Nach 2 Tagen ging es wieder weiter, immer weiter suedlich, durch die Backpackerstadt Bundaberg bis nach Harvey Bay. Wieder 2 Autonaechte und das uebliche: Strand, Backpacker, Sonnenuntergaenge, Essen machen, flanieren. Von einem unglaublich langen Steg aus konnte man sogar Delphine und Thunfisch beim jagen beobachten.

Aber jetzt zum Mainevent: Fraser Island! Die groesste Sandinsel der Welt, wunderschoene klare Seen, Dingos, Sand, 4WD\'s, Wale, Haie und nochmehr Sand erwarten einen hier. Zusammen mit meiner sogenannten \"Familie\" bestehend aus 2 Augsburgern, 2 Israelis, 1 Englaender, 2 Hollaender, Kirsten und 2 Ulmern sind wir 3 Tage auf Fraser in einem >200PS 4WD Jeep umhergecruist. Ein unglaublicher Trip kann ich nur sagen. 11 Leute, die sich vorher nicht kannten, eine Karte, Zelte und Proviant fuer 3 Tage waren die Vorgaben. Wir haben daraus eine geniale Tour gemacht. Besonders genial ist es aber erst wenn man diese riesen Maschine in dieser Sandwueste fahren kann. Links der Sand, rechts das Wasser, dazwischen die ideale Fahrspur die es zu finden gilt. Wenn man stehenbleibt oder Pech hat steckt man komplett im Sand und alle muessen schieben, egal wie man es macht, es macht solchen Spass. Wenn man hinten sitzt, kommt es einem vor wie in einer Huepfburg, dadurch, dass sich am Strand kleine Duenen gebildet haben ueberdie man springt. Abends sizten alle gemuetlich im Kreis und speisen das verdient selbst gemachte Essen. Ich versuch morgen die Fotos hochzuladen, die sprechen fuer sich. Das alles zu beschreiben liegt irgendwie nicht gerade in meiner Faehigkeit.

Der Plan fuer morgen sieht die Weiterfahrt nach Noosa vor. Ich will dort im Everglades NP eine 3d/2n Kanutour machen. Man bekommt dabei nur das Kanu, eine Karte, ein paar Mitstreiter, Zelte und muss sich sein Essen selber mitbringen - GOOD FUN

Dann gehts endlich nach Brisbane, dann werd ich mal sehen wie es weitergeht. Bis Hanna am 19. Oktober kommt, hab ich noch etwas Zeit.

lg an die Deutschen


P.S.: Ich verspreche naechstesmal etwas verstaendlich klarer zu schreiben.

Entry #23
01.09.2008 - Whitsunday Heaven

Huhu, bin wieder da!

Ziemlich ereignisereich die letzten Tage, wie so haeufig hier in Australien, man kommt einfach nicht zur Ruhe, wieso hab ich ueberhaupt so viele Buecher mitgenommen?

Nach 5 Tagen knochenhartem Zucchinipicken hatten wir einfach genug...Geld verdient, um es gleich wieder hier in Airlie Beach auszugeben. Trotzdem viel mir der Abschied aus ayr nicht leicht. An meinem letzten Abend hat sich meine ganze Arbeitsgruppe, genannt \"Tracktorteam\", im Queens getroffen und zusammen den Abend verbracht. Man koennte denken meinetwegen, aber das ist nur Zufall, dass es auch mein letzter Abend war. Das Team hat sich aufgeloest, einige wurden entlassen, einige sind in andere Teams gewechselt oder sind einfach wie ich und mein Supervisor weitergereist. Die meisten aus dem Team kannten sich schon wochenlang, war ich zwar nur eine Woche dabei, doch trotzdem viels auch mir nicht leicht.

Am naechsten Tag gings dann los nach Airlie, man sollte meinen nichts besonderes, doch diesmal war es was anderes. Ich hab noch Lukas und Daniel mitgenommen, damit sind wir dann zu 5. im Auto gefahren. Jeder mit grossem und kleinen Rucksack, dazu das ganze Campingzeug. Ich hab noch nie ein so volles Auto gesehen, einige Sachen mussten wir sogar auf dem Schoss tragen, trotzdem war es absolut lustig. War ja nur fuer 250km :)

Airlie Beach ist sowas wie das Tor zu den 74 Whitsunday Inseln. Die meisten bleiben nur fuer 1-2 Tage um dann auf ein Segelschiff umzusteigen um die Whitsundays zu besegeln. So natuerlich auch wir. Im Peterpans haben wir uns 3h mit einem komplett durchgeknallten deutschen Reisebueroristen unterhalten, verhandelt und gefeilscht. Am Ende haben wir dann doch einige Touren gebucht und wahrscheinlich immernoch zu viel bezahlt.
In unserem Packet:
- 3 Tage / 2 Naechte Whitsundays Segeln
- 3 Tage / 2 Naechte Frazer Island (groesste Sandinsel der Welt) mit einem 4WD rumfahren.
- 3 Tage / 2 Naechte Noosa Kanutour
- 2 Naechte Rainbowbeach
- 20 Freevoucher fuer Getraenke in ganz Australien
- Didgeridoo lesson in Airlie (war cool, kanns jetzt ein wenig besser)
- Peterpansgoldcard 30 min Internetfree am Tag ^^

In Allem haben wir soviel bezahlt, wie eigentlich die Segeltour alleine kosten sollte. Nach unserer Segeltour kann ich schonmal sagen: Es hat sich schon gelohnt.

Da es aber erst am SA losgehen sollte und wir am DO schon hier waren mussten wir die 2 Tage noch rumbekommen und dabei wollten wir so wenig wie moeglich ausgeben und soviel wie moeglich erleben. Ich haette das vorher auch nicht geglaubt, aber es geht, wir waren halt nur etwas dreist:

- Kochen im YHA, 4l Wein im Freefood gefunden
- kostenlos in die Disko gekommen
- im Magnum Hostel uebernachtet nachdem wir jemanden gefragt haben ob im 10 bettzimmer noch platz ist (Zum Einchecken war es um 03.00 zu spaet)
- Free Breakfast im Beaches Hostel
- Zelten auf dem campingplatz
- Getraenkevoucher aus dem Tourpacket eingeloest

Inallem waren das 2 echt anstrengende, aber absolut grandios lustige Tage. Die Maedels waren die tage ueber natuerlich im YHA und sind am SO auf eine andere Segeltour. Ich war also mit Lukas und Daniel unterwegs.

Die Segeltour war dann natuerlich das Highlight. Mit unserem roten Kattamaran sind wir von Bucht zu Buch bzw von Insel zu Insel gefahren. Am ersten Abend gab es natuerlich Fisch - lange nicht sowas gut gegessen. Geschlafen haben wir an Deck, im Schlafsack mit Blick auf die Milchstrasse. Zum Glueck war unsere Besatzung mit 16 Leuten recht klein, so konnte man in ruhe jeden kennenlernen. Darunter waren auch 4 lustige Belgier, die mit ihrer Minimal Musik das ganze Musik in Partystimmung verwandelt haben. Der Sonntag war dann wohl der beste Tag. Tropisches Fruehstueck waehrend der Fahrt in Richtung Whiteheaven Beach, dem weissesten Strand Australiens (oder der ganzen Welt?). Ein Menschenleerer Strand, wunderschoenes blaues Wasser, schneeweisser Pudersand indem man 10cm eindrueckt und wir waren da! Die noch ziemlich junge Crew hat mit uns dann eine Runde Rounders (ungf. wie Baseball) gespielt, bevor es zurueck zum Boot ging, Mittag essen. Zwischendurch ging es hier und dort immermal wieder Wale, Delphine und fliegenden Thunfische beobachten oder einfach nur Schwimmen und Schnorcheln. Leider muss man dabei immer diese nervigen Stinger Suits tragen, damit man lebend wieder aus dem Wasser kommt. Aber wie ich gemerkt habe gibt es nicht nur gefaehrliche Tiere im Wasser, sondern auch an Land. So wurden Lukas, Daniel und Ich von einem kleinen roten Vogel angegriffen, der min 20 mal kleiner war als wir, aber trotzdem den Kampf aufnehmen wollte. Hinterher haben wir herausgefunden, dass der nur seine 2 Eier ausbrueten wollte :)

Leider waren die 3 Tage viel zu kurz und viel zu sonnig (Sonnenbrand trotz UV-Faktor 30+), Ich kann nur jedem empfehlen solch eine Tour in diesem Paradies zu machen.

Morgen geht es dann weiter in Richtung Mackay, wenn da nciht los ist nach Bundaberg oder halt das was wir auf dem Weg finden. Wir haben in Ayr zwar auch gut verdient, aber trotzdem halten wir auch die Augen nach Arbeit offen.

Fotos folgen,

lg
Alex

Entry #22
25.08.2008 - Fruitpicking


Der Urlaub ist Vorbei, das harte Leben des Backpackers hat begonnen ... wir sind in Ayr


Eigentlich nur auf Gut Glueck und einer Uebernachtung wegen, haben wir doch
Arbeit gefunden. Gestern um 5.00 Uhr wurde ich geweckt und gefragt ob ich
arbeiten wolle, da hab ich gleich mal zugeschlagen, weil ich auf der Warteliste
auf Platz 15 war und jetzt, dadurch dass ich gestern gearbeitet habe, den
Job sicher hab.
Es ging dann also um 5:30 ohne Fruehstueck und nur duerftig bekleidet zur
Farm, zur Zucchinifarm. Der erste Tag war echt hart. 25 Grad, hohe Luftfeuchte, Muecken, stachlige Pflanzen, 8h Arbeit, 15min Pause und immer wieder nur Zucchini. Zum Glueck kommt der Supervisor aus Berlin und hat nicht so richtig lust in seinen letzten 3 Tagen noch richtig zu arbeiten, gut fuer uns. Wir sind ca. 15 Picker, Backpacker aus Taiwan, Korea, Hong Kong, England, Japan und Deutschland. Gemeinsam meistern wir die hartnaeckigsten Zucchinis und die Sklavenantreiberei der Chefin. Mit meinen 4 Tagen Arbeit gehoer ich nun auch schon zu den \"Alten\" und darf nicht nur picken, sondern auch floaten, also den helfen , die zu langsam sind, Zucchinis waschen, oder mit dem Eimer rumlaufen, fuer die Zucchinis, die die Picker auf den Armen balancieren muessen. Wir werden das wohl noch bis Donnerstag machen und dann weiter nach Airlie Beach fahren, das Geld ausgeben, was wir hier hart erarbeitet haben.

Ansich sind wir hier ja in einem ziemlichen Kaff, vlt 10k Einwohner, aber trotzdem ist der Ort recht beschaulich, die Leute freundlich. Gestern hab ich mein glueck auf einem Pokertunier mit freiem Eintritt und 400$ Preisgeld versucht. Natuerlich bin ich nicht weit gekommen, weil die 7 Bigmammas an meinem Tisch jeden Tag in einem anderen Pub spielen. Heute versuch ichs nochmal :) Es macht ja auch einfach Spass mal keine Backpacker zu sehen und sich mal mit Einheimischen, bzw immigrierten vorallem aus Italien, zu unterhalten.

Gleich gibts Essen, nach Zucchini mit Nudeln Zucchini mit Reis, Zucchini gebraten, in Wuerfeln, in Scheiben, Zucchiniauflauf und Zucchini hab ich mir was neues einfallen lassen: Zucchini ueberbacken XD. Ich will eine grosse Zucchini aushoehlen und diese mit Tomaten, Rueben, Zwiebeln, Hackfleisch und ueberbackenem Kaese befuellen. Mal sehen wie das wird, die passenden Zucchinis hab ich schon besorgt.

Ansonsten ist hier nicht viel zu tuen, da ich um 21.00 spaetestens totmuede bin. Vorher, so um 20:30, gehts aber immer noch zu Coles um die \"Reduced\" Schildchen abzuklappernd. Brot, Salat und MIlchprodukte werden dann zum schleuderpreis rausgeworfen. Z.b. gestern 3l Kakao fuer 2$, was vorher 6.50$ gekostet hat. Auch das sonst so teure Fleisch wird erschwinglich.

Ich freu mich ueber jedes Rezept von euch, und wenn nicht das, dann doch auch ueber einen Gruss oder sonstwas.

lg
Alex




Entry #21
18.08.2008 - Re
So, hab mich ja nun schon einige Tage nicht gemeldet.

Das letzte war wohl mein Aufenthalt auf der Farm in Millaa Millaa. Ja, das war so: Nach 2 Naechten sind wir da Hals ueber Kopf gefluechtet kann man sagen. War eine ziemlich lustige Sache. Ich hatte ja schon erwaehnt, dass es uns nicht soo gut gefallen hat, waren die Leute doch nicht sehr gastfreundlich, oder wenn doch auf eine uns unbekannte Art, und war es auch ziemlich dreckig in unseren Zimmern und im Bad. Wir haben was wwoofing betrifft meiner Meinung auch zuviel gearbeitet an den einem Tag und ich war der Meinung wir muessten nur 3-4 statt 7h arbeiten. Da war John wohl anderer Meinung und hat uns rausgeworfen (nachdem wir aber schon alles ins Auto gepackt hatten und abhauen wollten ^^). Freundlicherweise hat er uns ncoh 30$ Spritgeld gegeben und wir sind wieder in Richtung Kueste gefahren. Nach einigen km sind wir dann am wunderschoenen Mission Beach eingekehrt um mal wieder das Meer und den Strand zu geniessen. 4 Tage, schlafen im Auto, viel lesen, Lagerfeuer, Fruehstueck und BBQ am Strand, und jede menge Bekanntschaften; so wuerde ich das dort mal bezeichnen. Gluecklicherweise konnte ich dort auch meine Brille reparieren, zwar hab ich jetzt 2 Draehte in meiner Brille und sie sitzt auch etwas schief, aber sie sitzt. Und weil der Optiker, ein ziemlicher alter gebrochener Mann, Mitleid mit mir hatte, musste ich nichtmal was fuer die Reparatur bezahlen. Obendrauf hat er mir gezeigt wie man Kontaklinsen traegt und mich einen Tag lang mit Kontaktlinsen in meiner Staerke rumlaufen lassen. Das war eine ziemlich neue Erfahrung. Ich ueberlege echt ob ich mir welche zulege und die anstatt meiner Brille trage.

Mittlerweile sind wir jedoch schon wieder weitergefahren, uns haelt es nicht laenger als eine Woche an einem Ort. Ich fuehl mich wie ein Zigeuner. Zur Zeit sind wir in Townsville, der groessten Stadt Northqueenslands. Ziemlich laessiger Ort, nciht so touristisch wie Cairns, doch leider ist Jobmaessig fuer uns nichts kurzfristiges dabei. Also bleiben wir hier vermutlichnur bis Donnerstag um Kirstens Geburstag am Mittwoch ausgiebig feiern zu koennen, so gut es halt geht. Nach jetzt bestimmt 2 1/2 Wochen hab ich mir auch mal wieder den Luxus eines Hostel gegoennt. Zusammen mit 2 Studenten aus Giessen und einem \"Deutschen\" aus Bayern, der sich von Sydney bis hierher hochgetramt hat, verbringen wir die Zeit und die Abende, kochen zusammen und diskuttieren ueber Unileben und noch belangloseres.

Sonst gibt es nicht viel zu erzaehlen. Es ist hier am WE ein sogenanntes Cultural Festival gewesen, was ganz schoen war. Taenze aus Tokelau und Essen aus Polynesien gab es zu bewundern. Dann waren wir mal wieder im Casino, wo ich stundenlang den Pokerspielern beim Geldverlieren zusah. Und dann waren wir vorgestern noch auf dem hiersigen Berg bei Sonnenuntergang und selbstgemachtem Picknick.
Wir haben vorher im Hostel alles vorbereitet, sprich Eier, Zwiebel und Fleisch gebraten UND, das ist jetzt die Story, unser Burgerbrot getoastet, sprich Kirsten hat das getan. Als ich dann seelenruhig, nun allein in der Kueche, die Steaks gebraten habe kam mir pleotzlich so ein komischer Geruch in die Nase. Ich dreh mich um und seh den lichterloh brennenden Toaster vor mir. ja was macht man da. Meine anfangs verzweifelte Aktion durch pusten den Toaster zu loeschen war nicht so richtig. Ich hab dann einfach einen Eimer mit Wssser genommen und das Schauspiel beendet, aber ich kann euch sagen was ich da fuer einen Schreck bekommen haben.


Viele Gruesse aus Good old Australia, ich melde mich wenns was zum Melden gibt.
Alex

Entry #20
09.08.2008 - Millaa Millaa und so
Oh mein Gott ..

..kommt man hier mal 3 Tage nicht zum schreiben, weiss ich garnichtmehr wo ich anfangen soll. Jeden Tag passiert hier was, nichtimmer positives, wie ihr gleich lesen werdet, aber trotzdem meistens mit Happyend.

Ich und die Kirsten und die Kristina haben also Cairns am Freitag verlassen. Leider hiess das fuer mich auch abschied von Chris nehmen, nicht aber ohne nochmal so richtig was gemeinsames zu machen, also feiern. Zum Glueck musste er am DOnnerstag nicht arbeiten, also konnten wir einiges zusammen machen. Er hat mich zum Aussie Rules Football mitgenommen, eine Art Mischung von Fussball, Rugby, Handball und Basketball. Ziemlich schwer zu erlaeutern, desswegen lass ich das jetzt. Dann waren wir mal wieder Volleyball spielen, an der Esplanade bei wundervollem SOnnenuntergang und einer Rockband im Hintergrund, die mich irgendwie an Wombat und CO erinnert haben. Um 7.30 ging es zum Inder zusammen mit einigen anderen Kollegen, allesamt Aerzte. In Australien gibt es ja, bekanntlich oder auch nicht, diese B.Y.O. Restaurants. In diesen gekenntzeichneten Orten kann man seine eigenen Getraenke fuer eine kleine Gebuehr mitbringen. Hier in Australien scheint das so normal zu sein. Ich fand das aber nicht so normal, als wir mit einem Kasten Bier und einigen Flaschen Wein \"in den Inder\" gelaufen sind. Mit 6 Personen haben wir in 3h Essen und Trinken im Wert von 260$ verspeist, klingt nach viel, aber Chris muss dafuer nur 2h arbeiten ...
Anschliessend sind wir in eine Disko gegangen, Mad Cow vom Namen, wo es gerade einen Wet-T-Shirt-Contest gab. So um 02:30 haben wir dann nochmal unseren Standort gewechselt um nochmal 1h etwas andere Musik zu hoeren. Um kurz vor 4h bin ich dann am Ende meiner Kraefte ins Bett gefallen. Die 4 anderen mit den wir unterwegs waren, konnten genauso wenig mehr und sind mit zu Chris gekommen, wo wir dann also mit 6 Leuten gepennt haben. Und eigentlich wollten wir, Ich Kristina und Kirsten, uns um 10.00 an deren Hostel treffen, das musste dann um 2h verlegt werden.

Leider, wie ich bereits erwaehnte, gibt es nicht nur positive Sachen zu erwaehnen, die aber immer ein Happyend haben. Mir ist folgendes passiert: Meine Brille ist kaputt gegangen ...
...,als ich mit Chris zusammengeprallt bin, ich kann echt nicht sagen, dass einer von uns Schuld hat, doch trotzdem war Chris ziemlich aufgebracht und hat mir einfach seine Brille geschenkt, die zufaelliger - und gluecklicherweise die Staerke von -2,00 hat (meine: -1,75 / -1,5). Zwar passt die nicht ganz so zu, doch immerhin kann ich damit Autofahren und sogar etwas besser sehen, da meine ja nun schon fast 1 Jahr alt ist. Vlt hab ich auchnochmal die Moeglichkeit in der naechsten groesseren Stadt die Brille zu reparieren, da \"nur\" der Buegel abgebrochen ist. So hatte ich im Endeffekt Glueck im Unglueck und war einfach nur supperhappy ueber Chris\' Geschenk, weil ich sonst nicht haette fahren koennen.
Bei Zeiten schick ich mal ein Bild von der Brille, die Maedels meinen sogar es sieht ganz gut aus mit der neuen.

Ansonsten sind wir dann am Freitag um 12.00 in Richtung Atherton Tablelands gefahren. Eine ziemlich serpentinenreiche Strecke. Ich hatte Angst, dass das Auto wieder einfach so ausgeht und musste einfach nochmal darueber nachdenken wie es genau dazu kam. Ich glaube ich habs jetzt woran das lag, dass das Auto alle 500m einfach ausging. Wir haben ja bekanntlich ein Auto, welches mit Gas als auch mit Benzin fahren kann, natuerlich faehrt man mit Gas soweit man welches hat, da es einfach guenstiger ist. Doch als wir oben in Cape Tribulation waren und zurueck wollten hatten wir kein Gas mehr und Gas gibt es nicht an jeder Tankstelle. WIr mussten also unweigerlich mit Benzin fahren, doch dann kam ja die Geschichte mit dem mutmasslich kaputten Auto. Ich hatte immerwieder das Auto gestartet und hab gehofft das es diesmal klappt, oder das wir es bis zu naechsten Werkstatt schaffen. Dabei ist mir aufgefallen, dass erst wenn man zu schnell faehrt, das Auto aus geht. Keiner konnte sich das erklaeren, aber als wir langsam (<30km/h)fuhren hatten wir keine Probleme, so haben wir es ja dann auch bis in die rettende naechste Stadt geschafft, wo wir auch wieder Gas tanken konnten. Und ab da ging es auch wieder schneller. So bin ich zu der Ueberzeugung gekommen, dass das Auto nur ausgegangen ist, weil wir kein Gas mehr hatten und da das Auto erst bei rund 30-40km/h auf Gas umstellt, beim Start braucht man Benzin, kann das ganz gut passen. Ich hab naemlich auch einen Knopf gefunden mit dem man einstellen kann ob man mit Gas oder Benzin faehrt bzw ob das Auto automatisch umstellen soll. Wenn jetzt also das Auto versucht auf Gas bei 30-40km/h umzustellen, es aber kein Gas mehr gibt, geht es einfach aus. So erklaer ich mir das. Und mit dieser Erkenntni faehrt das Auto auch gleich viel besser. Ich hab mir also, so hoffe ich, einen Werkstattaufenthalt gespart.

Was ich eigentlich sagen wollte, war, dass wir uns auf den Weg in Richtung unserer Farm gemacht haben, aber auf halber Strecke eine Unterkunft gesucht haben, um am Samstag morgen hier anzukommen wo ich gerade bin. Diese Zwischenstation haben wir in Yungaburra gemacht, dem wohl naechst groesseren Ort in 50km, obgleich auch Yungaburra nur 3 Laeden ein Pub 1 Hostel und 1500 Einwohner hat (Ja so ist das wenn man die Kueste verlaesst). Das Hostel war aber das wohl bisjetzt beste Hostel was ich hatte. Total relaxt und familiar. Als deren Attraktion bieten die Nachtkanufahren auf dem Lake Tinaroo an fue rmin 3 Personen an. Und da wir 3 PErsonen waren, haben wir das einfach mal gemacht. 2h Lang sind wir auf dem See entlang der Uferlinie gefahren um mit Taschenlampen nach (Kletter)Kaenguruhs, Opossums und Wallabys in den Baeumen ausschau zu halten. Wir haben etliche dieser Tiere sehen koennen, gemeinsam mit dem nun in der kalten Nachtluft regelrecht dampfenden Wasseroberflaeche und dem Sternenklaren Nachthimmel, hatten wir eine grandiose Tour.

Jetzt sind wir hier, in MIllaa MIlla, 400 Einwohner, auf einer 300ha grossen \"cattle farm\" mit Pferden und jeder menge Hunden, Obstbaeumen oder einfach nur Grass. Wuerde mir jemand ein Foto von der Landschaft hier geben, wuerde ich sagen, das ist Irland, so gruen und huegelig ist es hier. Die Familie ist etwas chaotisch, alles ist hier ziemlich unaufgeraeumt und dreckig. Die Maedels, etwas verwoehnt, sind etwas enttaeuscht und wollen am liebsten gleich wieder fahren. Mir gefaellts, auch wenn die Farm in den Blue MOuntains wirklich qualitativ hochwertiger war. Aber die Familie ist nett und das Essen ist gut, also kein Grund zur Sorge sag ich mir. Wir Deutsche sind da ziemlich verwoehnt und illusioniert. Mal sehen was die Tage so bringen, morgen muss erstmal um 6:30 aufgestanden werden, vlt um die 250 Kuehe zu melken. Ich hoffe ja noch auf meinen ersten Pferderitt in den naechsten Tagen. In Cape Trib haette sowas 80$ gekostet.

Vermutlich, wenn ich die Maedels al etwas vom \"Highlife\" abbringen kann, bleiben wir hier einige Tage, es gibt einige Wasserfaelle zusehen. Ich seh das aber auch als Chance den taffen Australier mal kennenzulernen, der hier im Ort mit echtem Cowboyhut, Jeans und Stiefel rumlaeuft. Auch die Sprache, sprich die Aussprache, scheint hier eine andere zu sein, zumindest verzweifeln die Maedels und ich muss auch haeufiger mal nachfragen was denn gemeint sei. Wenn man sich naemlich nicht konzentriert versteht man bis auf jedes 2 Wort, was hier bloody oder fucking ist, nur gibberish. Der Sohn, 22, z.b. hat noch nie in seinem Leben Queensland verlassen, war also noch nichtmal in Sydney oder in Melbourne, trotzdem kann man NICHT behaupten, dass diese Leute NICHT welterfahren sind wie es einige Amerikaner im Mittleren Westen definitiv sind. Der \"Yankee\" wir hier lustigerweise auch eher als fast food fressendes dummes Wesen bezeichnet, auch nicht gerecht, aber so hat halt jeder seine Vorurteile.

Ich bin erstmal hier im Nowhere, ohne Empfang, aber mit Internet.
Es ist hier auch wieder ziemlich kalt, da wir auf 1000m Hoehe sind, so brauchen wir zumindest abends lange Sachen und Pullover + Jacke.

Viele Gruesse und hoffentlich auch bald wieder neue Bilder von den genannten Aktionen.

Der Alex

Entry #19
06.08.2008 - Das Abenteuer geht weiter!!

Hey da bin ich auch schonwieder. Es gibt naemlich grosses zu verkuenden ......

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Ich hatte heute meinen ersten bezahlten Arbeitstag, wuhuuuu.

Das kam so:
Ich hab mich ja wie gesagt gestern in Chris Wohnung bequem gemacht, da Chris gestern und leider auch heute bis 24.00 arbeiten muss bzw musste. Abends hab ich mich dann nochmal losgemacht, 1.l um was zu essen und 2. um ins Internet zu gehen. Auf meinem Weg zurueck nach Hause bin ich dann zufaellig an der riesen Pinnwand vorbeigelaufen. Das muss man sich als ein Ort vorstellen, an den jeder seinen Flyer anklebt, seine Werbung oder einfach nur seine An- und Verkaufsgeschichten anheftet. Ich hab einen ganz kleinen Zettel gesehen auf dem ein Worker fuer den 6.08. gesucht wird. Ich hab mir da keine grossen Hoffnungen gemacht, war es ja schon schliesslich der 5.08. spaet abends. Trotzdem hab ich einfach mal ne txt geschickt, man weiss ja nie. Und wundersamerweise wurde ich 3 min spaeter schon angerufen. Zwar war ich nicht der einzige der sich gemeldet hatte, aber meine deutsche Herkunft und meine Mobilitaet sprich eigenes Auto waren dann der Ausschlag fuer meine Zusage. Deutsche Herkunft ist bei ihm im Vorzug, da , wie er meinte, die anderen Nationen nicht so zuverlaessig, puenktlich und gut arbeiten - das mag ihm vlt. so vorkommen, aber Aussnahmen gibts da wohl jede menge. Hauptsache ich konnte endlich anfangen. Um 9.00 ging es los. Ich musste 10min mit dem Auto fahren, nach Edge Hill, der gehobenen gegend Cairns. Dort angekommen wurde ich auch schon mit allerlei Arbeit ueberworfen, die mich dann den ganzen Tag in Anspruch nehmen sollte. Das war z.b. aufraeumen, Rasen entfernen, Loecher buddeln fuer diverse Rohre, Sand hin und her transportieren, dastehen und helfen, Geraete umherschieben, einen Schutzzaun gegen Laub und Steine bauen ...
In Allem wars ganz einfach, interessant und abwechslungsreich. Zusammen mit 5 anderen Arbeitern (also richtigen, Maler, Gaertner ...) verbrachte ich also auf der zukuenftigen Villa meinen Tag. Gramp, der Besitzer, hat mir am Anfang 15$ die Stunde +Bonus wenn ich gut arbeite versprochen. Schon am Telefon und bei Chris konnte ich die Summer die ich bei 8h Arbeit verdienen sollte kaum vorstellen. Es kam aber noch besser. Nach 8 1/2h Arbeit hatte ich dann ploetzlich 200$ cash in the hand. Ich war ziemlich baff, 200$, das sind 24$/h oder fast 130 Euro. Ziemlich krass wie ich finde. Wenn ich Glueck habe, kann ich morgen nochmal arbeiten, sonst wars das erstmal. Hatte ja eigentlich garnicht damit gerechnet nochmal in den 3 tagen Cairns zu arbeiten.

Ich hab mal einige Bilder hochgeladen.

Bis dann
Alex

Entry #18
05.08.2008 - Entry Überschrift

ABENTEUER PUR!!!!!

Wie ich ja im letzten Eintrag erwaehnt hatte, sind wir weitergezogen, in den Norden, nach Cape Tribulation. Cape Tribulation ist, wie gesagt, der letzte Ort der noch ohne Allradantrieb befahren werden kann. Danach wird die Strasse ein einziges Abenteuer. Man sieht ab dort auch ueberall Warnhinweise und Schilder mit \"4WD ONLY\". Dann kommt nurnoch Cooktown als groessere Stadt und dann ... ja dann... kommt erstmal nichts, nur Regenwald bis Cape York. Ich hab einige Freaks getroffen die mit bester Ausruestung im Jeep und Konvoi bis dort gefahren sind, aber das ist absolut nur in der Trockenzeit moeglich. In der Regenzeit werden die vereinzellten Orte und Cape York nurnoch per Flugzeug und Schiff versorgt.

Anyway. Wir sind zumindest nur bis Cape Tribulation gefahren und das hat vollkommen gereicht. Hierhin verschlagen sich nur wenige Touristen, was die ganze Sache nur noch reizbarer macht. Auf dem Weg dorthin, ca 75 km ab Port Douglas, muss man die Faehre ueber den Daintree River nehmen, anders gelangt man nicht auf die andere Seite. Von dort an hat man dann auch keinen Handyempfang mehr.

Ist man ersteinmal angekommen, will man eigentlich nicht mehr weg. Einsame Straende und wundervolles Wasser erwarten jeden Abenteuerlustigen. Bis auf ein paar vereinzellte Campingplaetze gibt es weiter nichts bis auf Regenwald und Strand. Wir waren fuer 3 Naechte im PK\'s Jungle Village, die Maedels im Zelt und ich im Auto.

Abends spielte an unserem ersten Abend eine kleine Band und die wenigen Leute die da waren, vertrieben sich ihre Zeit mit plaudern und Billiard spielen. Ich jedoch hab mal wieder ein paar coole Leute kennengelernt. Zufaelligerweise war an dem Abend gerade eine 30 Mann grosse Gruppe aus Atherton zu besuch. Alles waschechte Australier mit schwerem Akzent und nur eines im Kopf: Party. Es war naemlich der Junggesellenabend eines dieser Burschen und ich durfte daran teilhaben. Es war einfach nur lustig. Der zukuenftige Braeutigam wurde ziemlich fertig gemacht. Ihm wurden Weiber \"vorgefuehrt\", er wurde mit Bier uebergossen oder nur in den Pool geworfen - ein toller Abend.

Fuer den naechsten Tag hatte ich mir was besonderes vorgenommen: Die Besteigung des Mount Sorrow. Die Tour war nicht ganz ohne. Ausgeschrieben ist sie als 6-7h mit ueber 700m Hoehenunterschied. Doch das konnte mich nicht abschrecken es trotzdem zu versuchen. Ich musste mich bevor ich startete beim oertlichen Office abmelden und diverse Nummern und Adressen fuer den Fall der Faelle hinterlassen. Es ist auch nicht erlaubt nach 10.00 zu starten. Der Weg ging fuer mich anstrengende 3h nur Bergauf, dabei hab ich mich wie ein Expeditionist gefuehlt, der sich ab und zu den Weg durch hinuntergefallene Baeume und Lianen schlagen musste. Doch der Aufstieg hat sich gelohnt. Oben angekommen hatte ich ploetzlich einen freien Blick ueber das Cap und das Barrier Reef. Doch der Berg heisst nicht umsonst Sorrow(Leid,Trauer). Schon Capitain Cook versuchte diesen Berg vor 250 Jahren zu besteigen um einen Ausblick ueber das Riff zu haben, indem er sich hoffnungslos verirrte. Er sschickte 2 seiner leute um den Berg zu besteigen, sie sollten niemals wieder gesehen werden.

Kristina war zu der Zeit auf einer Schnorchel tour zum Riff unterwegs. Ich war von ihren Erzaehlungen so begeistert, dass ich die Tour gleich fuer den naechsten tag gebucht habe. Ich hab hin und herueberlegt ob ich die 100$ ausgeben soll, doch ich muss sagen: Es hat sich 100mal gelohnt. Hier oben ist das Riff noch am besten erhalten, nicht so weit vom Land entfernt und es gibt weniger Touristen, weit weniger als in Cairns oder suedlicher. Ich kann hinter dem \"Great Barrier Reef\" nun ein dicken Hacken machen.

Die Tour an sich began um 8.00 mit Abholung vom Camping Platz. Zusammen mit 10 anderen sind wir im Speedboot ins 25km entfernte Mackayreef gefahren. An 2 verschiedenen Spots rund um eine kleine Sandinsel durften wir 2h lang schnorcheln. Ich hab ja schon so einiges gesehen, war in Mexico und Mauritius schnorcheln, aber das Great Barrier Reef ist doch noch was anderes - ist halt das aelteste Riff der Welt. Die Korallen und Fische gibt es hier in wirklich allen Farben und Formen. Aber nicht nur bunte Fische tummeln sich an den verschiedenen Stellen, auch Riffhaie, Rochen und Schildkroeten konnte ich bewundern und mit diesen tauchen - vor den 1- 1,5m langen Haien hatte ich aber doch dann etwas Respekt auch wenn unser Skipper meinte die essen nur Fische - man weiss ja nie. Die Entstehung des Riffs ist auch ganz interessant: Nach der letzten Eiszeit vor rund 12000 Jahren hat sich der Wasserspiegel um rund 150m erhoeht und stahl damit dem damaligen Land einiges an Flaeche. Diese neugewonnene Flaeche war und ist nur bis zu 50m tief in der sich nun fuer Korallen idealen Bedingungen, diese ansiedeln konnten. Hinter dem aeusseren Riff gelangt man schnell in bis zu 2500m tiefe Schluchten.
Nach den 2h schnorcheln war ich ziemlich ausgepowert und mir war trotz Swimming Suit ziemlich kalt. Dafuer hatte ich einen unglaublichen Tag mit viele Erfahrungen und Erlebnissen.

Zum Glueck hatten wir im letzten Supermarkt in Port Douglas noch etwas an Proviant eingekauft, sonst haetten wir hier nicht viel vorgefunden. Es gab zwar einen kleinen Laden, doch der hatte 1. nicht viel Auswahl und war 2. absolut teuer. Also gab es abends Reis, Nudel oder Supper und zum Fruehstueck Pumpernicke mit allerlei Aufstrich. Allem vorran das australische Vegemite. Irgendwie mag ich das Zeug, obwohl ich nicht so wirklich weiss aus was es besteht. Doch das scheint hier niemanden zu interessieren. Zumindestens wusste kein Australier den ich gefragt habe, was er da eigentlich genau ist.

Ich hab am Anfang Abenteuer geschrieben, ich sag euch jetzt warum:
Gestern, am 4.8.08, haben wir uns dann wieder aufgemacht in Richtung Zivilisation, oder sollte ich lieber sagen wir wollten uns aufmachen? Warum schreib ich das? Ja weil das Auto nicht so wollte wie wir wollten. Alle 500m ging es einfach aus. Der einzige Hinweis war ein leuchten der batterielampe in der Steuerkonsole. Ich haette heulen koennen. Da ist das Auto nichtmal eine Woche alt und macht schon solche Schwierigkeiten. Wir haben uns also an den Strassenrand gestellt und gewartet bis jemand freundliches kommt und uns abschleppt. Da mussten wir auch nicht lange warten bis 2 Aussies aus Melbourne uns einige Meter bis zum naechsten Campingplatz und einfach weg von Strasse geschleppt hatten. Zusammen mit 2 anderen \"locals\" haben wir dann ueberlegt woran es liegen koennte. Wir haben sogar den einzigen Mechaniker noerdlich des Daintree Rivers (da wo die Faehre faehrt) angerufen, doch der war nicht mehr zu erreichen - es war mittlerweile 18.00. Da unsere Helfer leider selber fuer heute eine Unterkunft suchen mussten, was nicht so einfach ist dort in der Pampa, waren wir schnell wieder auf uns alleine gestellt. Das einzige was wir gemacht haben war Kuehlwasser und Oel nachfuellen bzw. die Batterie etwas sauber machen. Und oh wunder, es hat geklappt. Ich bin ganz langsam und vorsichtig gefahren, da es mittlerweile schon dunkel wurde. Wir wollten es aber unbedingt bis hinter den River schaffen um 1. wieder Handyempfang zu haben und 2. um ein Schlafplatz bzw Hostel zu bekommen (Ich meine, ich hab kein problem damit im Auto zu schlafen, aber die 2 Maedels brauchen ihr Hostel, das heisst ihre Dusche und ihr weiches Bett, die Tage im Zelt waren scheinbar schon zu viel). Auf jedenfall haben wir es dann doch noch bis Port Douglas geschafft, wo ich die 2 im YHA abgeliefert habe. Ich hab da die 30$ lieber gespart und schlief im Auto. Aber eines haben wir uns gegoennt nach dieser Tortur: Ein ausgefallenes Abendessen im Restaurant mit anschliessendem Eis. Das haben wir einfach noetig gehabt. Zum Kochen hatten wir eh keine lust mehr, es war ja nun auch schon mittlerweile 22.00 als wir angekommen waren. Mit dem Auto laeuft bis jetzt wieder alles rund. Ich weiss halt nur nicht ob ich es nicht doch mal durchschecken lassen soll oder nicht.
Das zumindestens war ein Abenteuer wie ich es noch nicht erlebt habe. Mitten im Nowhere, im Regenwald mit all den Tieren (und all den Krokodilwarnhinweisschildern). Zum erstenmal wurde ich abgeschleppt und zum erstenmal hab ich Haie gesehen. Ausserdem sah ich einen wunderbaren Sternenhimmel und bestieg den Mount Sorrow in 4h statt 6-7, hab einen Junggesellenabend miterlebt und habe mein Essen selber gekocht. War am morgens am Strand Joggen und schlief mehrere Tage im Auto ---> Eine unglaubliche Zeit ...

...und es geht weiter. Wir sind jetzt mittlerweile wieder in Cairns, was man daran erkennt, dass ich soviel schreibe bzw ueberhaupt schreibe. In Cairns hab ich Kirsten und Kristina im Hostel abgeliefert und ausgemacht uns am Freitag wieder zu treffen, Freitag weil wir am Freitag vielleicht fuer einige Tage auf eine Farm arbeiten koennen. In diesen 3 Tagen brauch ich ersteinmal Ruhe und Abstand. Da ich ja aber auch irgendwo schlafen muss, hab ich ersteinmal Chris angerufen. Schon als wir Cairns verlassen hatten, meinte ich zu ihm ich melde mich wenn ich wieder da bin. Nun hab ich ihn einfach angerufen und mich gemeldet. Chris war gerade am arbeiten, also meinte er ich solle doch ins Krankenhaus kommen ihn besuchen, was ich dann auch tat. 10min spaeter war ich mit meinem Auto schon auf dem Weg in sein Appartment mit seinem Schluessel. Er hat mir wirklich seinen Haustuerschluessel gegeben und mit gesagt ich solle es mir gemuetlich machen - einfach genial. Chris ist schon irgendwie nen toller Kerl. Als ich ihn kennengelernt hatte, haette ich niemals gedacht er sei Arzt. Sieht er doch mehr aus wie ein richtiger Beachboy mit Sonnenbrille und Billabonghose. Aber er ist nicht nur Cool drauf und Grosszuegig, er ist auch noch Arzt und will in 2 Monaten nach Mittelamerika seinen Beruf in den aermsten Laendern der Welt ausueben, so ein bisschen Aerzte ohne Grenzen like. Er lernt auch schon fleissig Spanisch und liest im Lonley Planet.

Ja so ist das. Unsere Tour geht dann also am Freitag weiter, nun in Richtung Sueden immer mit der Hoffnung auf Arbeit. Ich bin froh 2 Leute gefunden zu haben mit den ich meine Kosten dritteln und zusammen kochen kann. Die 2 sind zwar nicht so abenteuerlich, wie ich es mit wahrscheinlich einigen anderen Freunden aus Schoenow treiben wuerde, die ich jetzt hier nicht weiter bennen muss, ich sag nur: \"Wo geht der rote Punkt\", doch das ist vlt. auch ganz gut so.

Ich glaube ich hab die 2 noch garnicht vorgestellt.

Wir haben da zum einen:

Kristina: 19, weiblich, blond, kommt aus einem Dorf in Thueringen, braucht ihre Dusche und weiches Bett, telefoniert jeden Tag mit Mama, hat von uns 3 die meisten Kocherfahrungen, sitzt meistens hinten, joggt viel, redet gerne viel ueber irgendwelche Geschichten aus ihrer Heimat und kann ziemlich wenig englisch.

Kirsten: fast 20, weiblich, rothaarig-blond, isst gerne gut buergerlich, aus Niedersachen, geht gerne auf Parties, schlaeft auch mal im Zelt, bemueht sich Arbeit oder Famr zu finden, geht nicht schwimmen, kann zwar englisch hoert sich aber grauenhaft an, braucht ihr Internet auch wenn es 10$ die Stunde kostet und braucht jemand der sagt wo es lang geht.

In Allem ganz in Ordnung. Cooler waeren vlt. 2 Englaender oder andere native english speaker, aber die trifft man hier so selten und wenn, dann haben die schon alles organisiert und suchen keinen lift nach Sydney.

Also dann, ich bin gespannt was meine Tage in Cairns noch so bringen werden.

Ich gruesse alle die meinen Blog verfolgen, meine Eltern, Freunde und Hanna, die mich hoffentlich im Oktober besuchen wird.

lg
Alex

P.S.: Fotos ueber USB auf den Computer kopieren geht irgendwie nichtmehr, ich frag da nachher mal den Kumpel von Chris, der arbeitet bei Canon ^^

Entry #17
01.08.2008 - :D

So, es gibt viel zu erzaehlen, aber die Tastatur ist ziemlich doof :(
Aber ich komm schon klar.

Also:

ICH HAB EIN AUTO !!!! Juchuuuu

Es hat alles so geklappt wie ich gesagt hatte. Wir haben uns 10 Uhr mit den 2 Englaendern getroffen und nochmal alles durchgecheckt und sind dann auch schon Geld holen gegangen. Zum Glueck hat auch das geklappt.

Zum Auto:

- 1993er Ford Falco Station Wagon (also 15 Jahre alt)
- rund 270000km gefahren
- 6 Zylinder und auf Gas umgestellt (Ich kann also Gas tanken das nur 80-90c kostet anstatt Benzin mit 160-180c, trotzdem braucht das Auto fuer den Start etwas Benzin oder kann auch ganz mit Benzin fahren)
- Automatic (find ich toll, kann man sich mehr auf den Verkehr konzentrieren)

Man muss sich das wie ein langes Auto bzw Kombi vorstellen mit einem ziemlich grossen Kofferraum.
Zusaetzlich war noch ziemlich viel Campingzeug wie:
- 2 Mann Zelt
- 2 Steuhle, 1 Sonnenschirm
- 2 Schlafsaecke, 2 Isomatten
- Pfannen, Toepfe, Besteck, Glaeser, Teller und so
- Gaskocher und Gas
- 20l Benzinkanister (leer)
- Jede Menge Karten
- 2 Kuehltruhen
- 1 Ersatzreifen (Die anderen Reifen sind noch neu)
- 2 Bodyboards
- Oel und andere Fluessigkeiten
und noch mehr Kram das man braucht oder halt nicht. Alles in allem hat das Auto 2000 $ gekostet wovon ich aber nur 1500 $ bezahlt habe und die 2 Maedels aus Deutschland die ich bis nach Brisbane mitnehme die anderen 500 $ (Auto ist aber meins). Somit hab ich nichtmal 900 Euro fuer das Auto und den ganzen andere nKram bezahlt. Ich glaube das ist ganz ok so. Zumal ich ja jetzt jede menge Geld spare, das ich nicht in den Hostels ausgeben muss. Wieso? Weil ich im Auto schlafe. Gestern meine erste nacht war wunderbar und ich hab super gut geschlafen. Lang genug ist es allemal und mit den vorhandenen Isomatten, Kissen und Decken ist es auch angenehm weich.
Aber das ist ja nicht das einzig tolle am Auto. Das beste ist, dass man einfach ueberall hinfahren kann wo man will, also fast. Nachdem wir alle Formalitaeten geklaert hatten, sind wir gleich in Richtung Port Douglas gefahren (70km noerdlich). Auf dem Weg sind wir an einsamen Straenden und jede Menge Urwald vorbei gekommen.

Das Auto hab ich offiziel fuer nur $ 1000 gekauft, damit die Steuern niedriger sind (3,5% des Einkaufspreises). Ich musste dann noch einige Kopien vom Fuehrerschein und Reisepass machen lassen, diese in der Polizei beglaubigen und alles Zusammen mit dem Kaufvertrag nach Western Australia schicken, da wo das Auto registriert ist. Zum Glueck ist das Auto in W.A registriert, denn somit ist die Umeldung um einiges leichter und auch wenn ich die Registrierung verlaengern will kann ich das im Internet machen. Aber noch laeuft die Registrierung bis Ende November.

In Port Douglas hab ich Kirsten und Kristina auf dem Campingplatz mit dem Zelt abgestellt. Dort ist ihr quatier. Ich schlafe ja im Auto. Gestern hab ich mich einfach schoen an den gemuetlichen Hafen gestellt und wurde nett von der Morgensonne geweckt. Bevor wir bei Coles unser Proviant fuer den Abend und die Tage zusammengekauft hatten, waren wir aber noch an einem super schoenen Strand schwimmen, endlich im Meer schwimmen. Das Wasser ist sehr angenehm und auf QUallen und CO muss man hier im Winter auch nicht aufpassen. Nach einem kleinen Rundgang sind wir zurueck zum Campingplatz unser Abendbrot zubereiten: Reis mit Sosse, Huehnchen und Zucchini. Dazu Sala und jede Menge Saefte. Es war mittlerweile schon 22.00, aber trotzdem haben wir uns nochmal zusammengesetzt und eine Runde Mensch aergere dich nicht gespielt in der ich klaeglich versagt habe.

Den heutigen Tag haben wir dafuer absolut ruhig, mit einem guten Fruehstueck, angehen lassen und uns danach am Strand einfach nur wohlgefuehlt. Gleich gibt es wieder warm zuessen und morgen frueh wollen wir weiter nach Cape Tribulation. Das ist sowas wie der noerdlichste Punkt den man ohne 4WD (Allradantrieb) befahren kann - das nutzen wir also voll aus.

Ich hab jetzt bestimmt jede Menge Sachen vergessen, aber ich hol das alles nach. Internet ist hier teuer und wir treffen uns gleich vor Coles fuer die Abendessenbesprechung.

Bis dann und genisst das tolle Wetter in Deutschland ... natuerlich am Liepnitzsee.
Alex

Entry #16
30.07.2008 - Drunter und Drueber!

Es kommt manchmal garnicht und manchmal alles ganz schnell.
Aber bevor ich damit anfange noch schnell der gestrige Abend:

Wie ich gesagt hatte wollten wir ja Golf spielen, das haben wir dann auch getan. Chris und 2 Kumpel, haben mit an der Rhinobar, hier bekomme ich mein Freemeal, abgeholt und sind dann zum 15km entfernten Golfcourt. Ich hab ja noch nie richtig Golf gespielt schongarnicht wenn es dunkel ist, aber ich muss sagen es macht echt Spass. Chriss und sein Kumpel der bei Canon arbeitet sind dagegen echte Profis und haben sogar eigenes Equipment mit ueber 10 verschiedenen Schlaegern. Der andere Kumpel und Arzt hatte zwar schon 2 mal gespielt, aber nach 10min konnte ich meine Baelle weiter schlagen als er, was er dann wohl auch ziemlich verzweifelnd fand. Wir hatten 300 Baelle zur Verfuegung, klingt nach viel, aber nach 1h waren alle Baelle auf dem Platz verteilt. Ich bin zwar jetzt kein Golfprofi geworden, doch Spass gemacht hat es alle mal.
Nach dem Golf spielen sind wir zu woolis(Woolworth) um einige Besorgungen zu machen. Ausserdem haben wir Eis, Waffeln und frische Erdbeeren gekauft um das dann in Chriss\' Appartment zu verkoestigen. Ein super gelungener Abend. Fuer Chriss war es leider noch nicht zuende. Um 22.00 began seine Schicht im Krankenhaus. Er ist naemlich \"Emergency Doctor\".

Heute frueh hab ich mich dann mit Kristina getroffen, einer Deutschen aus Thueringen, die ich im Internetcafe kennengelernt habe. Wir haben uns so ausgetauscht was wir so machen wollen und haben gemerkt, dass wir so ungefaehr die gleiche Route vorhaben. Sie will in 2 Monaten in Brisbane sein und in der Zeit die Ostkueste mit einem eigenen Auto runterfahren, also genau das was ich auch will. Zusammen haben wir uns dann aufgemacht ein Auto zu suchen. Ich hab ja in den vergangenen Tagen schon viele Autoangebote gesehen und angerufen. Doch heute hatten wir etwas mehr Glueck. Nach einem kurzen Anruf, haben wir uns mit zwei Autoverkaeufern getroffen, die ihren 15 Jahre alten Ford Falcon loswerden wollen, da es morgen wieder nach Hause, nach England geht. Die zwei waren schon etwas aeltere Reisende und daher in meinen Augen etwas Vertrauenswuerdiger als es ein Backpacker sein wuerde. Zu dem Zeitpunkt kam ich dann also auch zu meiner ersten Spritztour auf der linken Seite des Verkehrs. Ich hab extra drum gebeten in eine nicht so befahrene Strasse zu fahren. Mir hat es totalen Spass gemacht auch wenn es nur 10min waren. Ich freu mich schon auf den Zeitpunkt an dem ich mit meinem eigenen Auto durch die Gegend fahren kann - und das koennte schon morgen sein!! Kristina hat einen Bekannten in Melbourne gefragt ob dieser nichtmal das Auto checken koenne. Dieser hat also die 2 Englaender angerufen und meinte fuers erste das Angebot sei ganz gut. Ich treff mich gleich nochmal mit ihr und red mal mit ihm. Ansonsten will ich gleich auchnochmal Chriss fragen ob er nicht jemanden kennt der mal kurz drueber schauen koennte.

Sollte das alles klappen wie ich mir das vorstelle, hab ich morgen ein Auto, mit dem es zusammen mit Kristina ein Stueck in den Norden gehen soll um dann weiter suedlich einen Fruitpicking Job zu suchen.

Natuerlich schreib ich alles hier rein sobald etwas passiert.
Ich bin soweit recht opptimistisch. Sollte das nicht klappen muss ich naemlich noch laenger in Cairns bleiben. Nicht dass es mir hier nicht gefaellt, doch irgendwie will ich einfach weiter.

Bis dann und lieber Gruesse an all meine Freunde und Bekannte aus Deutschland und sonste wo.

Entry #15
29.07.2008 - Cairns die 2.
Hi di ho da draussen,

Cairns ist irgendwie nen ganz nettes Platzchen, wenn man sich hier so eingelebt hat. Noch besser waere es, wenn ich hier nen bezahlten Job finden wuerde. So einfach ist das naemlich nicht.

Erstmal muss ich noch von gestern abend erzaehlen. Chris hat mich angerufen und gefragt ob ich nicht Lust haette zum Pier zu kommen, das ist eine Art Pub und Club in einem. Zumindestens spielte dort eine Rockband und hinterher hat ein DJ aufgelegt. Chris hat mich draussen aufgegabelt, denn es war total voll. Innendrinnen warteten schon 3 andere Freunde von ihm auf uns, 1 weiterer Arzt und 2 Krankenschwestern. Ich war wohl der einzige der noch ungelernt ist. Zusammen gingen wir an die Bar um etwas zu trinken zu bestellen und schon hatte ich 10$ in der hand mit denen ich mir was holen sollte. Erstaunt, aber dankbar hab ich mir mein Getraenk dann auch besorgt. zum spaeteren Abend, als mein Getraenk schon kurz vor dem Ende stand, bekam ich ploetzlich von einer der Krankenschwestern ein Coronna in die Hand gedrueckt, ohne danach gefragt zu haben oder aehnliches (und das immerhin 8,50$ kostet). Nach weiteren Freigetraenken bin ich dann aber Richtung Hostel gegangen. Ich bin immernoch nicht ganz fitt und bin schnell frueh muede.

Heute morgen sind Chriss und Ich Joggen gegangen, entlang der Esplanade und dann in die \"Lagoon\" schwimmen. Zum Mittag gabs bei ihm nen Steak. Chriss ist echt cool. Er hat mir angeboten auch bei ihm uebernachten zu koennen. Vielleicht nehm ich das wirklich in Anspruch, vorher versuch ich aber vielleicht ne Farm oder irgendetwas zu finden bei der ich etwas bleiben koennte.

Gerade komm ich vom Sushi Express. Alle Teller fuer nur 2,50$. Ich hab nur einen bestellt, wurde aber auch diesmal wieder eingeladen. Diesmal wieder von irgend nem Kumpel von Chriss. Waehrend die kurz nach Hause sind um sich frisch zu machen, bin ich hier im Reisebuero (Denn hier kann man 30min for free ins Internet gehen). Danach wollen wir evntl. noch etwas Golf spielen :) Mal sehen was daraus wird, denn die waren sich auch nicht einig ob das alles offen hat und so. Ansonsten werd ich mich gleich in Richtung \"Rhinobar\" aufmachen um mein Freemeal abzuholen.

Ich warte auch noch auf ein Anruf von der Farm, bei der ich angefragt hatte ob ich dort fuer ein paar Tage bleiben koenne. Ansonsten siehts hier mit Fruitpicking ziemlich schlecht aus. Zur Zeit waechst hier diesbezueglich nicht viel. Dazu muesste ich weiter in den Sueden gehen, nach Townsville oder Ayr. So meinten zumindestens die 2 Franzosen in meinem Zimmer. Die 2 haben sich in Darwin fuer 500$ nen Auto gekauft und waren mit dem in Alice Springs. Jetzt ist das Auto hier in Cairns kaputt gegangen, ziemlich doof, aber hat auch nur 500 Bugs (so nennt man hier das Geld) gekostet.

Ich bin dann mal (wieder) weg.
Alex

Entry #14
27.07.2008 - Ab in den Norden

Hey ratet mal wo ich bin....
richtig .. in Cairns, im Norden von Australien.

Das hat sich gestern irgendwie so ergeben, dass ich um 8:15 das Flugzeug nach Cairns nehme. Da es mir wieder besser geht und ich sowieso hierher wollte,bin ich halt schon etwas kurzfristig los. Der Flug war naemlich der guenstigste in den naechsten 6 Tagen, so lange wollte ich nicht warten. Ich hatte ja erst ueberlegt vlt. den Bus oder Zug zu nehmen. Aber beides braucht mehr als 30h um hier anzukommen und kostet auch weitausmehr.

Tony und Yvette haben mich zum Flughafen gebracht, um 7:15 war ich da, hab schnell eingecheckt und konnte auch schon fast boarden, hatte also kaum Wartezeit. Ich hab noch den Hustensaft und einige Vitamintabletten mitbekommen. Im Gegenzug hab ich meinen WYD Rucksack dort zurueckgelassen, da ich einfach kein Platz mehr fuer einen weiteren Rucksack habe. Ich hol den dann mal ab wenn ich in Sydney bin und geb den jemanden mit.
Der Flug war ziemlich ruhig, 3 1/2h, von den ich die meiste Zeit geschlafen habe. In Cairns angekommen hab ich gleich die 27 Grad gemerkt. Gestern hatte ich zum Glueck noch schnell ein Hostel fuer die ersten Tage rausgesucht und hab mich von denen abholen lassen. Der Fahrer hat etwas auf sich warten lassen, aber als ich erstmal im Auto sass ging es mit total heftiger Technomukke schnell in die Stadt. Mein Hostel ist direkt an einer sogenannten Lagune lokalisiert, einem riesen Pool mit Gruenflaechen drumherum, in dem ich auch gleich mal schwimmen war. Leider hat Cairns direkt keinen Strand, der ist 10km weiter noerdlich. Aber lustig war es heute trotzdem. Ich lag dort im Gras liegend, als mich ploetzlich jemand ansprich (wieso gerade mich? Das ganze Areal war total voll) und fragt was ich so mache. Wir kamen schnell ins Gespraech und beschlossen, dass er mir ein bisschen die Stadt zeigt. Chriss, ein junger Arzt im Krankenhaus, hat mich dann noch zu einem leckeren Mangoshake eingeladen bevor wir zusammen zum Volleyball gefahren sind. Den Rest des Tages haben wir dann mit Deutschen, Englaendern und Franzosen richtig guten Volleyball gespielt.

Jetzt sitz ich hier im Internetkaffe und nutze 30min \"free Internet\", bevor ich mich auf die Suche nach meinem \"free meal\" mache, das es jeden Tag fuer mich gibt. Ich hab sogar Fruehstueck in meinem Hostel und das alles fuer weit weniger als die Hostels in Sydney.

Ok, wollt noch was anderes kucken
Alex

Entry #13
24.07.2008 - :D

Juchuu ich weile wieder unter den Lebenden ;)

Nachdem ich hier 3 Tage absolut zu schwach war das Bett zu verlassen geschweige denn das Haus, hab ich heute mal wieder die tosenden Wellen am Coogee Beach bewundert.

Bis auf ein paar Kleinigkeiten, bin ich eigentlich wieder gesund. Bisschen Restschwaeche vlt., doch die werd ich dank Tonys und Yvettes Kochkuensten auch noch los. Gestern konnte ich erstmals wieder feste Nahrung zu mir nehmen und da gabs auch gleich leckeren Fisch mit Gemuese. Leider konnte ich den Geschmack aufgrund meiner Erkaeltung nur erahnen, umsomehr hoffe ich beim heutigen Lamm mehr durchzuschmecken.

Endlich konnte ich auch mal meine gewonnene Freizeit fuer wichtigere Dinge nutzen, als nur im Bett zu liegen. So ist der Wert meines Ipod wohl um so einiges gestiegen. Es war absolut kein Problem meine Fotos dort zu sichern. Ausserdem konnte ich in den Genuss mehrerer Southparkfolgen gelangen. Unglaublich lustig was Kenny, Stan, Kyle und Cartman so alles erleben und mit Untertitel auch leicht zu verstehen. Die Hall\'s, meine Gastfamilie, haben naemlich alle Folgen auf DVD.

Zwischendurch gab es mal wieder Porridge, Sandwiches (Ich hasse australischens Brot) und Dattel.
Ich muss mal sehen wie lange ich hier noch bleibe(n) darf, will ja auch nicht die ganze Zeit im kalten Sydney bleiben.

Hab gerade etwas total witziges gefunden. Ich probier es bei Zeiten mal aus, ich hab aber leider schon ne menge Briefmarken gekauft, beim naechsten mal dann:
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Wer gern Postkarten verschickt, der ist in Australien an der richtigen Adresse. Denn aufgrund eines \'Paktes\' , ist es möglich Postkarten ohne Briefmarke abzuschicken. Postkarten mit oder ohne Briefmarke kommen zur selben Zeit an (nach 3 Tagen). Der Empfänger der Umsonst-Postkarte muss keine Nachzahlung leisten, es ist also absolut umsonst. Vielleicht steht der witzige Vermerk drauf \"UNTERBEZAHLT\", aber das ist auch schon alles. PROBIERT ES AUS!!!
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So far.
Gehabts gut und freut euch :)

Alex

P.S.:http://de.youtube.com/watch?v=o4dELDuHnnI --> selbsterklaerend ^^
P.Ss: \"Make love not warcraft\", Southparkfolge --> angucken


Entry #12
21.07.2008 - Rueckblick

Sooo, ich melde mich mal wieder.
Hatte in den letzten Tagen hier absolut keine Zeit. Frueh aufstehen und spaet wiederkommen.

Ersteinmal die positiven Nachrichten:

Der World Youth Day war super mega klasse. Ich weiss nicht in wie weit man das in Deutschland mitverrfolgen konnte, besonders wegen der Zeitverschiebung. Wie ich ja schon geschrieben hatte, hab ich die 30 Jugendlichen aus dem Bistum Berlin gefunden und mich den angeschlossen. Das war echt das beste was mir hier haette passieren koennen. So war ich nicht mehr ganz so allein. Ich kannte ja auch lustiger weise einige. Zum einen aus Taize und zum anderen Matthias Goy/Gottschalk.

Morgens wurde ich von Tony oder Yvette zur Schule gebracht, da waren die Deutschen und die Katechese am Vorrmittag. Nach dem Mittag ging es jeweils in Richtung Stadt. Am Freitag zum Kreuzweg durch das Zentrum. Und am Samstag gab es den Pilgerweg von der Harbourbridge zum Randwick Racecourse, wo es die Vigil und den Abschlussgottesdienst gab, wie auf dem Marienfeld in Koeln.

Ich weiss jetzt keine genauen Zahlen, aber ich schaetze mal so 400.000 Pilger waren auf dem Randwick Racecource. Und jetzt stellt euch mal jeden mit einer Kerze in der Hand vor!!! Das ist unglaublich schoen, auch fuer Nicht-Christen. Auch der 9km-Pilgerweg ueber die Bruecke und durch die Stadt war grossartig. Jede Gruppe hat seine eigenen Sprueche und eigene Flagge, stanedig wird man angesprochen woher man denn komme und oftmals bekommt man diverse Giveawaysin die Handgedrueckt. Ich hab das Gefuehl, dass ich den WYD 08 viel intensiver miterlebt habe als den in Koeln, vermutlich weil ich schon am Anfang der Woche dabei war.

Auf dem Randwick Racecource hab ich aber wieder nicht uebernachtet. Ich hatte keinen Schlafsack/Isomatte und es war auch ganzschoen kalt. Nach der Vigil bin ich zurueck zu meinen Gasteltern, die auch nur 15 min zu Fuss entfernt wohnen.

Ach und nochwas: ICH HAB TONY GETROFFEN :D
Schon am Freitag am Merchandise Zelt. Tony hat sich ziemlich veraendert wie ich finde, aber das hat er zu mir auch gesagt. Er ist mit seiner Schwester der einzige, der sowohl in Koel als auch in Sydney dabei war. Wir lagen uns Minuten in den Armen ;) Ich soll euch, die die ihn kennen, von ganzem Herzen Gruessen, besonders auch meine Eltern. Wir wollen uns natuerlich 2011 wieder in MADRID treffen. Dann hoff ich sind auch wieder mehr Leute aus Bernau dabei.

Wer sich gewundert hat, dass ich am Anfang von \"positiven Nachrichten\" gesprochen habe, bekommt jetzt die Aufloesung: Ich bin krank.

Gestern nach dem Abschlussgottesdienst hatte ich ploetzlich Glieder- und Kopfschmerzen. Tony, jetzt wieder der andere. Hat mich mit eine Huehnerbruehe, Salat und Zitronensaft mit Honig versorgt. In der Nacht musste ich mich aber einige Male uebergeben. Aber keine Angst. Die beiden versorgen mich ruehrend. Ich bin ziemlich schwach zur Zeit, aber nach 20h im Bett kann ich da auch nicht mehr liegen, daher wollte ich das meinen allseits besorgten Eltern nicht vorenthalten. Zum Glueck kann ich hier noch so lange bleiben, bis es mir wieder besser geht. Ich halte euch auf dem Laufenden.

So, ich geh mich dann doch mal wieder hinlegen.
Wuenscht mir gute Besserung.

Alex

Entry #11
17.07.2008 - Viva il Papa
\"ozzy ozzy ozzy\"
\"oi oi oi\"
\"ozzy\"
\"oi\"
\"ozzy\"
\"oi\"
\"ozzy ozzy ozzy\"
\"oi oi oi\"

So oder so aehnlich machen die australischen Katholiken hier auf dem WJT auf sich aufmerksam. Aber da sind sie nciht die einzigen. Jede Nation hat hier seinen eigenen Kampfspruch, der zu jeder Zeit versucht wird einzusetzen. Ueberhaupt sind hier alle am feiern, singen und tanzen. Die Stimmung ist herrlich und manches hier ist auch ziemlich unglaublich.

Gestern abend war ich einfach zu muede um hier ncoh etwas zu schreiben, da ich mich mit Tony, der Mann im Haus meiner Homestay Familie, noch ueber Napoleon den III , den Bau der Atombombe und ueber Ursache und Loesung des Ubergewichtsproblems in den USA unterhalten habe. Daher hol ich das jetzt mal nach.

Der gestrige Morgen sah wie folgt aus:

7:30 wecken
8:00 Fruehstueck
9:00 Katechese
11:30 Morgendmesse
12:30 Lunch

Was das Fruehstueck betrifft hab ich mich zu Tonys Spezialitaet, einer Portion Porridge, ueberredet. Sein Porridge besteht aus gekochten Haferflocken mit Wasser, Bananen, Rosinen und Aepfeln. Anschliessend kommen noch diverse Samen, Zucker und Milch/Joghurt hinzu. Und ich muss sagen: Es schmeckt echt gut und gibt Kraft fuer den Tag, so dass ich heute schon nach einer groesseren Portion gefragt habe. Man muss sagen, dass die 2 hier ziemlich Oeko sind. Brot wird aus Bananen selber gemacht (?), Datteln werden aus Afrika importiert, es gibt nur Cocos Oel zum Kochen, alles wird aufs Gramm abgewogen und ueberhaupt sind die Zutaten alle aus organischem Anbau. Lustigerweise waren die Zwei auch auf dem selben Biomarkt am Sonntag in Blackheath wo ich zur Zeit mit Bernhardt die Biochicken verkauft habe. WIr haben uns bestimmt gesehen nur kannten uns noch nicht - zufaelle gibts. Yvette, Tonys Frau, ist Psychologin in einer oertlichen Klinik, auch super nett und immer besorgt um mich.

Nach dem Fruehstueck wurde ich zu einer Kirche mit deutscher Katechese gefahren. DIe Organisation uebernimmt dort eine Gruppe aus Oesterreich. Der Bischof der die Katechese gehalten hat, kommt aus der Schweiz, ist aber zur Zeit in 6 Laendern Arabiens eingesetzt, ziemlich interessant was er so zum Thema Religionsfreiheit in diesen Laendern zu berichten hat.
Jetzt kommt auch schon das unglaubliche: Nachdem ich mich einsam und allein in die Bank der Kirche gesetzt hatte, kamen mir auch schon bekannte Gesichter aus dem Bistum Berlin entgegen, die genau wie ich, auch in diese Kirche zur Katechese gekommen sind. Der begleitende Pfarrer ist der allseits bekannte Matthias Goy. Vielleicht erkennt der ein oder andere bekannte Gesichter auf meinen Fotos. Ich hab mich also den Berlinern angeschlossen, mit denen ich nach dem Mittag zum botanischen Garten gefahren bin. Dort und an vielen anderen Hotspots gibt es Veranstaltungen, Workshops, Konzerte und spirituelle Begegnungen. Auch die Communauté de Taizé ist hier vertreten, bei denen wir fuer einige Minuten zum Singen eingekehrt sind, auch hier sah ich bekannte Moenche noch vom Taizeurlaub letzten Jahres.

Der Botanische Gartenm in Sydney ist oeffentlich ohne Eintritt zugaenglich und dementsprechend voll, trotzdem laufen einem verschiedene Tiere wie Fledermaeuse, Ibisse, Kakadus und diverse andere Voegel, ueber die Fuesse. Von hier aus hatten wir auch einen wunderschoenen Sunset mit Blick auf die Bruecke und das Operahaus. Den Abend haben wir mit deutschen aus dem Hartz verbracht, die zusammen mit den Berlinern in Melbourne in den Familien untergebracht waren.

Der heutige Morgen lief aehnlich ab, nur dass der Bischof ein neuer war und wir uns schon nach der Katechese, also vor dem Morgendgottesdienst, auf zum Bondi Beach gemacht haben. Leider hatte ich keine Badesachen dabei, sonst waer ich bei gemuetlichen 17 Grad auch schwimmen gegangen. Die dortigen Wellen sahen zumindest nicht nur fuer die Surfer verlockend aus, sondern auch fuer einen Rettungsschwimmer aus Schoenow, der nur den flachen Liepnitzsee gewohnt ist. Aber es gibt wohl noch genug Moeglichkeiten zum Schwimmen. Vielleicht schon demnaechst, denn Tony hat mir angeboten zusammen mit ihm eine Kanutour entland der Kueste zu machen.

Den anderen Tony hab ich leider immernoch nicht getroffen, er hat mich zwar angerufen, aber es war absolut nicht moeglich ihn mit 100 000 groellenden Pilgern im Nacken zu verstehen. Morgen haben wir einen Treffpunkt, dann seh ich ihn endlich nach nun schon 3 Jahren wieder. Das war naemlich auch so eine Sache, gestern, als wir im botanischen Garten waren. Ich hab einen mexikanischen Flaggentraeger angesprochen woher er denn kommt und er hat Monterrey gesagt, da dachte ich mir ich frag ihn mal nach Tony, es gibt ja immerwieder Zufaelle... und wirklich... er kannte ihn. Es gibt hier 8000 Pilger aus Mexiko und ich sprech genau einen der paar an, die genau den Mexikaner kennen, der vor 3 Jahren bei uns in der Gemeinde war. Er kannte sogar meinen Namen, da Tony scheinbar schon etwas von seinem deutschen Freund erzaehlt hatte. Ich freu mich auf alle Faelle auf unsere Begegnung.

Der heutige Tag stand dann nach unserem Strandbesuch ganz im Zeichen des \"Papal Arrival\".
Als Pilger hat man hier reservierte Plaetze und Flaechen auf denen man sich aufhalten muss. Wir hatten gute Plaetze gleich am Wasser. Konnten also den Papst bei der Ankunft im Schiff und in seinem Papamobil sehen. Es ist unvorstellbar was der Papst, besonders auf lateinamerikanische und asiatische Laender, fuer eine Anziehung ausuebt. Die deutschen sind da eher ruhig, obwohl der Papst ja eigentlich auch Deutsch ist. In dem Zusammenhang hab ich auch die komplette Delegation aus El Salvador und Togo kennengelernt. Aus beiden Laendern sind insgesamt 8 Pilger in Sydney .. und ich hab diese 8 kennengelernt ;)

Ich bin gespannt was das am Wochenende werden soll, schon jetzt ist die ganze innenstadt ueberfuellt. Was soll das dann erst am WE werden. Aber die Stimmung ist genial, jedes Land versucht sich zu praesentieren. Der kommerzielle WJT-Fanartikel hat da in der kreativitaet keine Grenzen gekannt. Besonders die Australier fallen durch intensives Gebruell und Flaggenkleidung auf.

Ich geniesse weiterhin die naechsten Tage und halte Deutschland auf dem Laufenden. Bis Montag bin ich hier in Coogee Beach mindestens noch.

Aso dann,

increase the peace

oi oi oi - der Ozzy


Entry #10
15.07.2008 - SYD WJD 2008
Welt Jugend Tag !!!!

Und ich bin dabei :P

Es ist herrlich, ueberall sieht man die orange roten Rucksaecke, die Flaggen der einzellnen Laender und ueberall Gesang und gute Laune. Vorallem Italiener, Amerikaner, Australier und Mexikaner sieht man hier, aber ich hab auch schon Leute aus Alaska, Ost-Timor, Fidschi und Papua Neuginea gesehen. Da wundert man sich doch wo es ueberall Christen gibt. Ein paar Deutsche gibt es hier auch, aber lange nicht so viele wie noch beim WJD in Koeln, ist ja klar warum.

Leider konnte ich Tony noch nicht treffen. Das Problem ist, dass er kein Handy hat und ich nicht weiss wo genau er ist. Macht aber auch nichts, weil ich hier in einer super netten Gemeinde bin. Das war aber alles nicht ganz einfach. Ich bin gleich nach meiner Ankunft zum WJD Headquarters gelaufen um mich anzumelden. Eine Kirche wurde umfunktioniert zum Buero mit lauter Computern und hektisch arbeitenden Volunteers. Ein super freundlicher Singalese hat mir eine Familie gesucht in der ich bleiben kann. Er hat mir sogar angeboten eine Nacht bei ihm im Hotel zu uebernachten und morgen erst zu meiner Familie zu gehen, weil es schon nach 8.pm war und ich nicht genau wusste wo ich hin muss.

Waehrend er das ganze Telefonbuch durchgegangen ist, bin ich zum Eroeffnungsgottesdienst zum Sydney Harbour gegangen. In Koeln haben wir das ja leider verpasst. Im Anschluss darauf gab es auch gleich Evening Meal. Das Problem, oder nicht Problem, sondern eher Lustige war, dass man immer 6 Leute braucht um Essen zu bekommen. Ich mich also dahingestellt und nach anderen Einzellgaengern gesucht. Dabei hab ich einen aus Indonesien, 2 aus Chroatien und 2 aus Kanada aufgegabelt. Allesamt ganz lustige Leute. Von den 2 Kanadiern hab ich dann sogar noch einen Anstecker geschenkt bekommen.

Raj, der Singalese aus dem WJD HQ hatte in der Zeit etwas fuer mich gefunden und hat mich angerufen. Er war der letzte im HQ und hat nur auf mich gewartet, das nenne ich Service. Wir sind zusammen die ganzen Busverbindungen durchgegangen, nicht ganz einfach in Sydney. Aber ich hab es geschafft. In Maroubra Beach hat mich dann Sue, eine Frau aus der Gemeinde abgeholt und zur Kirche gefahren und ploetzlich stand ich in der Wohnung des Pfarrers und ass die von ihm gemachten Toasts und Wuerstchen, bis meine Homestay Familie mich abgeholt hat.

Ich hab mal wieder den Joker aus der Lostrommel gezogen. Ich bin vor 20 min angekommen und sitze schon am heimischen Internetzugang. Mein Zimmer hat ein Balkon mit Ausblick auf den Coogee Beach, einfach herrlich. Die zwei hier sind super freundlich und nett. Deren Sohn ist zur Zeit in Kanada und studiert Wirtschaft, ich hab also sein Zimmer bekommen. Morgen frueh werd ich zur Deutschen Katechese gefahren, wo es auch Mittag und Workshops gibt. Ich werd hier ganzschoen verwoehnt, obwohl ich erst gerade nagekommen bin. Mir werden hier Datteln, frisch gepresster Orangensaft und Muesliriegel gebracht.

Nagut, es ist spaet und morgen gehts frueh wieder raus. Ich schreib dann morgen mehr zum WJT und der Umgebung.

Wollt eigentlich nur bescheidsagen, dass es mir gut geht.

Alex


Entry #9
13.07.2008 - Farm ends, Katoomba comes
Nach nun schon 3 Tagen ohne Internet, will ich doch mal wieder die Moeglichkeit nuzten etwas zu berichten.

Auch meine Farmtage Freitag und Samstag waren super.
Meine Arbeit dehnte sich auf Alpakas fuettern und Stall streichen neben dem ueblichen Holz hacken und Holz wegtragen aus. Am Freitag sind wir nach getaner Arbeit ins 40km entfernte Mount Victoria gefahren um uns dort bei heissem Tee im gemuetlichen Ledersessel weitab von naechsten Touristen im oertigen Kino den Film \"Gone Baby Gone\" anzuschauen. Wer das Kino in Zinnowitz auf Usedom kennt weiss wovon ich rede. Danach sind wir in den einzigen Pub des Ortes gegangen um den angebrochenen Abend beim VB (Bier) und Rumpsteak ausklingen zu lassen. Bernhard hat mich netterweise den ganzen Abend eingeladen und somit konnte ich ueber 25$ sparen. Gestern, am Samstag, hab ich mir nach der Arbeit den Botanischen Garten gleich am Mount Tomah angesehen. Leider ist es gerade Winter und es gab nicht allzuviel Blumen und Blueten zu sehen. Dafuer war die Aussicht und der Park ansich ganz schoen. Als ich zuruck gekommen bin sassen Bernhard und Fred, der Nachbar, schon am Lagerfeuer mit Aussicht auf die beleuchtete Sydneykueste. Nebenbei gab es mal wieder VB und Kaesehaeppchen, im Hintergrund lief ganz subtile Bob Marley Musik - Einfach ein wunderschoener Abend mit interesanten Gespraechsthemen. Am Samstag konnte ich netterweise auch endlich mal meine Waesche waschen und mein Rucksack neusortieren.

Am Sonntag mussten wir schon um 6.00 aufstehen, erheblicher frueher als sonst und noch vor dem Sonnenaufgang ( Sonst sind wir immer so um 8:30 aufgestanden). Schnell etwas gefruehstueckt und dann ab nach Blackheath zum dortigen Monatsmarkt gefahren. Den Stand den wir uns da aufgebaut haben war ganz witzig. So kamen wir nach fast 3 Tagen Einsamkeit endlich wieder unter Leute, einheimische Australier, die scharf auf Bernhards Biochicken waren. Obwohl die chicken mit 10$ pro Kilo recht teuer sind wie ich finde, gingen die 50 Stueck ziemlich schnell unter die Leute und wir waren um 10.00 Uhr der erste Stand, der aus mangel an Ware dichtmachen musste. Da es ein mit 6 Grad ziemlich kalter Tag war, gab es zwischendurch immerwieder mal eine heisse Schokolade aus Bernhards Kasse. Der Verkauf und das schwaetzchen mit den Leuten hat mir viel Spass gemacht und war als Abschluss meiner ersten Farm doch ganz schoen. Eigentlich ziemlich komisch sich das so vorzustellen ploetzlich am anderen Ende der Welt Huehnchen zu verkaufen :-)

Danach hat mich Bernhard zum Blue Mountains YHA gefahren, wo ich vorher schonmal 2 Tage gebucht hatte. Schnell die Sachen abgeladen und dann gings zum \"Grand Canyon\". Der war zwar nicht ganz so Grand wie der in den Staaten, aber anstrengend war es trotzdem, meine 5h Wanderung (und diesmal musste ich nicht auf irgendwen warten, konnte also zuegig durchlaufen), die eigentlich als 7h ausgegeben war. Der Abschied viel mir doch irgendwie nicht leicht, da die letzten 4 Tage schon was besonderes waren. Wir zwei konnten uns gut unterhalten und hatten auch so ungefaehr die gleiche Weltanschauung (s. Fotos von den ganzen Hessebuechern). Ich bin jederzeit dazu eingeladen wiederzukommen und sei es nur um Hallo zusagen oder meine Post abzuholen (Er hat mir angeboten seine Adresse als Post zu benutzen, man braucht z.b. zur Autoanmeldung eine Adesse fuer Strafzettel und so).

Joa und nun bin ich wieder hier. Im Hostel in Katoomba. Jetzt muss ich mich wieder selbst versorgen und fuer meine Unterkunft bezahlen. Alles nicht so einfach. Da war ich doch tatsaechlich gerade im Coles (Einkaufsmarkt wie Sainsburys oder Tesco), hab mir eine Pizza gekauft bzw Muesli fuer morgen, mach die Pizza in den Ofen und schon ist die nach 10min total verbrannt, obwohl hinten auf der Verpackung 20min steht und ich natuerlich erst nach 10 min kucke wie es aussieht. Da hab ich mich schon irgendwie geaergert. Aus Frust hab ich dann mein Muesli gegessen ;D

Hier in Katoomba ist absolut nichts los, nichtmal ein Internet Cafe gibt es hier, ich bin also gezwungen fuer 1$ pro 15min das Internetangebot des Hostels zu nutzen, argh. Ausser schlafen kann man hier abends nichts machen. Ich freu mich schonwieder auf Sydney, da ist nachts sogar mehr los als tagsueber.

Morgen will ich nochmal den Tag nutzen hier ein bisschen zu wandern. Der ein oder andere wird vlt. schonmal was von den \"Three Sisters\" gehoert haben, dem Wahrzeichen der Blue Mountains. Wenn ich die gesehen hab, kann ich sagen die Blue Mountains ziemlich ausfuehlich gesehen zu haben. Dann kann ich am Dienstag beruhigt nach Sydney zu Toni fahren.

Ich hab mir jetzt mal so ueberlegt wie es nach dem WJT weitergehen soll. Natuerlich muss ich solange in Sydney warten bis meine TFN angekommen ist, aber dann will ich so schnell wie moeglich weg. Es gibt da erstmal so 2 Hauptmoeglichkeiten. Sollte ich es bis dahin geschafft haben ein super tolles guenstiges zuverlaessiges Station Wagon gefunden gefunden zu haben, werd ich mit dem die Ostkueste rauf bis Townsville oder Cairns fahren. Wenn das nicht klappt will ich so schnell wie moeglich nach Darwin um die Trockenzeit noch auszunutzen. Entweder ich fliege dahin, kauf mir da ein Auto und fahr dann die Westkueste ueber Broome nach Perth, oder ich fahre dahin. Es gibt naemlich ab und zu die Moeglicheit einer Autoueberfuehrung bei der man ein Auto oder Wohnwagen von einem Ort zum Anderen faehrt ohne dafuer zu bezahlen (+Spirtkosten). Man hat dabei aber einen ziemlich strikten Zeitrahmen und es bleibt keine Zeit fuer Sightseeing. Dafuer kommt man kostenguenstig ins gewuenschte Gebiet. Mal sehen, ich muss erstmal nach Sydney nach Autos kucken. Aufjedenfall soll es dann so weit wie moeglich in den Norden gehen, einfach auch schon aus Jobgreunden.

Aber ersteinmal der Welt Jugend Tag. Ich treff mich mit Toni am Dienstag im Wake Up. Ich hoffe ich kann bei den dann in der Schule uebernachten.

Ich lad noch ein paar Bilder aus den Tagen hoch. Hab noch 15 min.

Ich hab mich heute uebrigends auch ueber 2 Anrufe gefreut, einmal von Hanna und einmal von Mama. Danke dafuer :)


Ich meld mich dann erst wieder wenn ich in Sydney bin.

Schoenes Wochenende euch noch, bei mir ists in 3h schon zuende.

Ich vermiss euch :D

Alex

Entry #8
10.07.2008 - DIe Blue Mountains und Ich
Ich bin wieder online und ich hab eine Menge zu erzaehlen:

Ich hatte ja erzaehlt, dass ich evntl. auf eine Farm fahre und, dass ich vorher noch in die Blue Mountains wollte. Es kam jetzt ungefaehr so:

Kurz nachdem ich den letzten Logbucheintrag geschrieben hatte, meldete sich \"Die Farm\" bei mir und meinte ich koenne schon morgen kommen. Das Angebot hab ich natuerlich nicht ausgeschlagen und hab mich am naechsten Tag gleich auf die Socken gemacht. Ich den Zug nach Richmond genommen und von dort aus weiter mit dem Bus nach Berambing. Nach und nach verliessen die Leute den Bus und ich war nun der nunmehr einzige Passagier. In Berambing ausgestiegen hab ich erstmal den Schock meines Lebens erfahren ... 3 unbarmherzige Grad waren es da - und ich in einem nur sehr duennen Pullover. Zum Glueck kam aber auch schon gleich Bernhard, der Name des \"Farmvaters\", um mich abzuholen. Gemeinsam sind wir dann zo dem 4 Hektar grossen Grundstueck auf den Mount Tomah gefahren.

Ich muss sagen: Ich bin mit 0 Erwartungen hier hergekommen, aber werde mit hoechsten Toenen wohl wieder gehen. Wie gesagt bekomme ich hierfuer kein Geld, aber die Erfahrung ist es allemal wert. Zudem werde ich hier auf das Hoechste Verwoehnt was das kulinarische Angebot betrifft. Das einzig doofe ist wirklich, dass es hier so kalt ist. Es hat hier seit 8 Jahren nicht mehr geschneit, doch nun wird im Wetterbericht vor leichten Schneefaellen am Freitag gewarnt - Ich bin mal wieder zur richtigen Zeit am richtigen Ort, auch was die Wahl meiner Farm betrifft.

Bernhard, der Kopf der Familie Koch, ist ein in Australien geborener super netter Kerl, der 3 Kinder, eine deutsche Frau und deutsche Eltern hat. Dementsprechend unterhalten wir uns hier auch auf Deutsch, das foerdert zwar nicht meine Englischkenntnisse, aber dafuer sind die Gespraeche umso tiefsinniger. Bis auf Bernhard, ist der andere Teil der Familie im fernen Deutschland bei Verwandten, denn hier in Australien sind Zur Zeit Schulferien. Die verbleibenden Tage sind wir also nur zu 2.

Und so haben wir uns heute morgen trotz der Kaelte aufgemacht zur Arbeit. Die 4 Hektar Land wollen naemlich ersteinmal bewirtschaftet werden. Die Familie haelt hier neben allerlei Gemuese, Obst und einer Wallnussplantage auch 300 Freilandchicken, die an umliegenden Feinschmeckerrestaurants verkauft werden wollen. Zur Zeit, im Winter, gibt es nicht so viel zu tun und desswegen haben wir uns ersteinmal, nach einer Fuehrung durch das Gelaende, ans Holzhacken gemacht. Ich kann nun also von mir behaupten richtig Holz hacken zu koennen (siehe Foto). Nach den ersten zwei schweisstreibenden Stunden, gab es die erste Brotzeit mit Kaese, Schinken, Oliven und allem was dazu gehoert. Nach dem Mittag sollten dann die gefaellten Baeume zersaegt und aufgeschichtet werden. Nach also insgesamt 4 Stunden Arbeit hatte ich auch schon frei. Kurz noch ein paar Pancakes mit Honig und Cherry Jam in den Rachengeworfen und es rief mich auch schonwieder in die Wildniss. Da wir hier an 2 Nationalparks angrenzen und der naechste Grosse Ort mit Bahnhof 50min entfernt ist, ist es hier dementsprechend ruhig und uertuemlich. Leider hab ich auf meiner ersten Tour weder Koalas noch Wallabies gefunden, die es hier aber geben soll, zumindest stehen hier ueberall Eukalyptusbaeume.

Was die Verpflegung und die Unterkunft, ich schlafe im Zimmer eines der 3 Kinder, betrifft kann ich mich echt nicht beschweren. 4 Mahlzeiten am Tag - und was fuer welche - sind die (harte) Arbeit wert. Zum kroenenden Abendessen gab es naehmlich Brokkoli, aus dem Garten, mit Chicken, aus der eigenen Freilandhaltung, und Reis, nicht aus dem Garten. Dafuer waren aber diverse Sossen und der Salat wieder aus dem eigenen Anbau. Wer kann schon von sich behaupten 80% der Mahlzeit selber angebaut zu haben? Dementsprechen hat es auch geschmeckt, ein Huehenchen sag ich auch von bester Qualitaet.

Ueberhaupt ist es hier wunderschoen. Man hat, wenn man gute Augen hat, einen fabelhaften Blick auf die Sydnyer Skyline bzw Kueste, ist so gut wie im Nationalpark und hat die Berge im Ruecken. Es gibt hier sogar 17 weisse Alpakas auf den Wiesen.

Ich werde hier wohl noch bis Sonntag bleiben. Am Sonntag muss Bernhard nach Katoomba, dem Touristenort an den Blue Mountains, um ein paar CHicken abzuliefern. Ich werd dann gleich dableiben mir die 3 Sisters anschauen und dann am Dienstag wieder in die grosse Stadt gehen um mich mit Tony zu treffen. So sieht zumindest die 1 Wochenplanung aus. Wenn ich glueck hab, ist meine TFN nach dem WJT schon da und ich kann endlich in den warmen Norden nach Byron Bay oder dergleichen. Vielleicht kuck ich auchnochmal nach einem Auto.

Ich freu mich riesig ueber mein neues Gaestebuch, jetzt ist es doch viel einfacher mir ein paar Worte zu ueberreichen als immer uber E-Mail. Danke nochmal Steven.

Ich freu mich auch, dass endlich die ersten Postkarten angekommen sind und einige mir schon gedankt haben. ( Jetzt erwartet aber bitte nicht alle schon in der ersten Woche eine Postkarte von mir, frueher oder spaeter erwischts euch auch)

Ich hab dann auch mal meinen Standort auf der Karte aktualisiert und werde gleich noch die ersten Farmbilder hochladen.

Ich wuensch euch, im teils sonnigen, teils regnerischen Deutschland, dann noch alles Gute und besonders Falco noch ein paar erholsame Schultage bis zu den Sommerferien.

Greetings also to my english and italian mates.

Der Ozzy


P.S.: Ich hab herausgefunden, dass man das \"ß\" auch durch das Druecken von Alt 0233 herbeizaubern kann, ist mir aber zu umstaendlich :)


Entry #7
08.07.2008 - Ruhe kehrt ein :)

Der heutige Tag war im Vergleich zu den vergangenen eher langweilig.
Es kann ja auch nicht jeden tag soviel passieren oder?

Gestern abend war ich hier erstmal noch in der \"Side Bar\" gleich unterhalb meines Hostels. Es war ja gestern Montag, aber trotzdem war es total voll und die Leute haben zu richtig guter Live DJ Musik abgetanzt - von Berlin bin ich da weitaus weniger gewohnt.

Da ich gesternabend noch mein Aufenthalt um eine Nacht verlaengert hatte, musste ich heute frueh mein Zimmer wechseln, da mein Zimmer (302) schon reserviert war. Ich bin dann 1 Zimmer weiter zu Zimmer 303. Die 2 Koreanerinnen aus meinem alten Zimmer sind heute nach ihrem Work & Travel Jahr abgereist, zu meiner Ueberraschung hab ich aber noch ein Abschiedsgeschenk bekommen. Eine schoene Karte vom Opera House und einen Handyanhaenger (ich lad das Bild mal hoch, dann koennt ihr auchmal mein highendhany bewundern).

Darufhin hab ich mich in Richtung Ostsydney und Kings Cross gemacht, also den etwas schlechteren Gebieten. Auf dem Weg dorthin kam ich noch durch das National Art Museum, in dem ich Aboriginikunst bewuindern konnte, und an einem WJD Merchandise Shop im Sydneyer Hyde Park vorbei.

In Kings Cross befindet sich auch das bekannte Backpackers Car Market. Ich war enttaeuscht dort nur 4 Autos zu finden bzw. deren Verkaeufer. Dafuer haben aber einige verzweifelte Backpacker ihre Erlebnisse an die Wand gekritzelt (s. Fotos).

Jobmaessig sieht es fuer mich hier eher schlecht aus, weil ich
1. Nicht viele Qualifizierungen habe (RSA, RCG..), die man haben muss
und 2. Ich ja nur bis naechsten Dienstag arbeiten kann, wegen dem WJT

Daher werd ich mich morgen aufmachen um die Stadt zu verlassen. Sydney ist zum Einen teuer und zum Anderen will ich endlich Australien sehen und nicht nur Touristen. Ich denke ich werde morgen den Zug nach Katoomba nehmen, in die Blue Mountains. Wenn ich glueck hab, kann ich aber doch noch zu meiner ersten Arbeit kommen. Ich hab gerade mal bei einer Farm in der Naehe der Blue Mountains angerufen ob ich da nicht bis Dienstag arbeiten koenne. Die Person am Telefon wollte mir nochmal bescheid sagen. Dann koennte ich da von Donnerstag bis Dienstag bleiben und mich dann mit den Mexikanern wieder in Sydney treffen. Fuer meine Arbeit von 4h am Tag bekomme ich aber kein Geld, dafuer aber eine Unterkunft und Verpflegung und das bedeutet schon viel, denn meine Unterkunft hier in Sydney kostet allein 34$am Tag ohne Fruehstueck = ca 10 $ fuer Essen muss man hier mit 45$ am Tag rechnen. Wenn man das also umrechnet verdien ich da so ca 11$ die Stunde ohne steuern. Naja wie mans nimmt, vlt klappt das ja auch garnicht.

Ansonsten gibts nicht viel zu sagen, desswegen wollt ich nochmal was zu meinem Flug & Ankunft erzaehlen. Wie ja vlt. einige wissen hat Australien massive Umweltprobleme und auch Probleme mit Tier und Pflanzensorten, die urspruenglich nicht hier vorkommen, aber durch die guten Bedingungen und die fehlenden Fressfeinde hier zu gewaltigen Populationen angewachsen sind. Diese \"Auslaender\" sind ueber Schiff und Flugzeug hier eingewandert. Desswegen gibt es mittlerweile extreme Richtlinien und Vorrschriften an Dingen die man einfuehren darf. Das Flugzeug wird bei der Landung sogar desinfiziert und zwar so stark, dass man kaum seine Hand mehr vor Augen sieht. Ausserdem laufen bei der Landung ueberall Hunde rum, die an den Sachen und dem Gepaeck riechen um nicht doch noch das ein oder andere Tier oder andere verbotene Sachen zu finden.

Ich weiss nicht ob es dort wo ich hingehe Internet gibt, desswegen sag ich ersteinmal bis naechste Woche, sonst meld ich mich nochmal.

Alex



Entry #6
07.07.2008 - Ein ganz gewoehnlicher Tag ...
Sooo, da bin ich auch schonwieder Online, denn es gibt viel zu berichten.

Der Tag fing gleich ereignisreich an, das ganze Hostel wurde unangenehm um 08.00 von der Feuersirene geweckt. Da wir nicht wussten ob es wirklich Feueralarm war oder nur ein gemeiner wegruf, mussten wir alle die Zimmer verlassen und uns vermutlich draussen sammeln, aber so weit kam es garnicht. Die Sirene stoppte und keiner interessierte sich mehr fuer den Ausgang, sondern viel mehr wieder fuer das eigene Bett. Ich nahm das gleich mal als Anlass aufzustehen und mein Fruehstueck in den unendlichen weiten des Kuehlschranks zu suchen.
Nach meinen gewohnten Cornflakes mit leckerer australischer Milch, hab ich mich in Richtung Organisation aufgemacht.

Ich hab irgendwie ziemlich viel glueck gehabt in den letzten Tagen, tia und das soll wohl auch so bleiben, denn ich hab heute meine ersten 50$ verdient, und das sogar ohne zu arbeiten. Ja wie hab ich das gemacht !?!. Ich hab einfach ein Bankkonto eroeffnet und die 50$ praktisch als Startguthaben bekommen. Ich hab jetzt eine ATM Karte ( so aehnlich wie EC-Karte) und ein Sparkonto auf dem ich ganze 7,5% Zinsen bekomme oO.

Als naechstes hab ich mir ein Handy gekauft. Auch hier kam ich mal wieder zur Rechten Zeit. Das Prepaidsystem in Australien ist, wie ich bereits erklaert hab, ziemlich kompliziert. Ich hab mich nun doch nicht fuer Vodafone, sondern fuer \"Optus\" entschieden, auch einer der 3 groessten Handyanbieter. Ich hab mir fuer 49 $ das billigste Handy das es gab gekauft, fuer 10$ die Simkarte und fuer ganze 29$ das Handy aufgeladen (mindest Summe). Und weil ich so nett war, hab ich gleich noch 180$ guthaben geschenkt bekommen XD. Ich hab jetzt also 210$ Guthaben (leider nur fuer 30 Tage gueltig, wenn ich nicht innderhalb von 30 tagen mein Guthaben auflade, aber das werd ich sichherlich machen bei der Summe), zahle pro SMS in jedes Handynetz der Welt in jedes Land nur 15 Eurocent und ueberhaupt ...
Meine Nummer ist 0431525522 fuer alle die mir mal eine SMS schicken wollen. Wer mich uebrigends anrufen moechte kann das auch tuen. MIch kostet das hier keinen Cent :)

Weiterhin war ich noch im Taxation Office um meine TFN zu beantragen, damit ich hier arbeiten kann und weniger steuern zahle. Wenn ich die NUmmer hab muss ich aber leider immernoch als nicht Australier 29% Steuern zahlen und zudem noch 9$ Retirement, also Rente. Ich freu mich schon auf den Zeitpunkt, wenn ich von Australien jedes JAhr meine Rente bekommen werde. Das wird aber nicht passieren, da ich das Geld nach einem Jahr einfach zurueckverlange. Meinte zumindest der Mann von der Bank, das das geht.

Zu guter letzt war ich noch im Immigration Office um mein Visa in mein Pass stempeln zu lassen, aber das wird nichtmehr gemacht, da das Visum elektronisch ist und somit fuer jeden im Internet zur Verfuegung steht.

Joa und sonst ist nicht viel passier (Achtung Ironie). Ich hab dann nur noch eine Hafenrundfahrt gemacht, bin nach Manlyisland gefahren und Wale beobachtet, nachdem ich am Strand von Manlybeach dem Treiben der Pazifikwellen zugeschaut und mein Picknickkorb gepluendert hab. Dann war ich eigentlich nurnoch das Opera House bei Nacht fotografieren und mich mit einem deutschen Studenten in Sydney ueber die Blue Mountains unterhalten - also alles ziemlich unspektakulaer :)

Heute ist meine letzte Nacht im Wake Up, die 3 Tage gingen schnell vorrueber. Ich bleib vermutlich noch eine Nacht laenger wenn das geht ( klaer ich gleich), sonst muss ich mir was anderes suchen. Ab morgen frag ich mal rum wie es im Punkto Jobsuche aussieht. Vlt. geh ich auch schon uebermorgen zu den Bluemountains, mal sehen, ich hab ja alle Moeglichkeiten der Welt. Ich kann auch morgen zu den Fidschiinsel fahren oder zurueck nach Deutschland kommen ...

Ich vermiss euch alle schon so sehr, dass ich mich hier mit irgendwelchen Touristenattraktionen ablenken muss, anders wuerd ich das hier garnicht schaffen.

Ich versuch jetzt nochmal ein paar schicke Fotos hochzuladen. Ich wuensch euch viel Spass beim mich beneiden XD

lg
Ich hab euch lieb

Entry #5
06.07.2008 - Hey mates!
Ja wo fang ich denn an?
Ich glaube so: SYDNEY IST DER HAMMER ^^

Ja...Sydney. Man kann das garnicht so beschreiben wie es hier ist, es ist einfach nur anders als bei uns. Die Menschen sind locker und umgaenglich, man muss sich schon fast anstraengen um nicht von jemanden angesprochen zu werden, zusaetzlich sehen die Australier auch noch gut aus und sind immer cool designed. Was fashion betrifft ist es hier ungefaehr so, wie ich es mir immer in London vorgestellt habe, sich aber nicht so bewahrheitet hat. Wenn man hier so durch die Strassen laeuft, koennte man echt denken man ist bei H&M beim Fotoshooting. Aber nicht nur die Menschen sind super gut drauf. Auch die Stadt an sich ist wunderschoen. Als ich gestern das erste mal vor der Harbour Bridge und dem Opera House stand ( die sind praktisch Nachbarn ) hab ich erstmal eine Gaensehaut bekommen. Ich hab mich garnicht getraut diese Zwei Must-Have-Seen zu fotografieren, da ich genau wusste das meine Kamera dem garnicht wuerdich ist.

Aber langsam; ich fang mal von da an wo ich gestern aufgehoert hab:
Nachdem ich dann nach meinem Internet-Cafe-Aufenthalt endlich ins Hostel gekommen bin, hab ich mich natuerlich ersteinmal, mit meiner Kamera bewaffnet, in Richtung CBD aufgemacht.
Erstmal noch was zum Hostel: Mein Hostel, das \"Wake Up\",an der Ecke Pitt-George street. ist auf 7 Etagen verteilt wobei jede Etage einem anderen Kontinent zugeordnet ist. So bin ich im Zimmer 302 in der Etage fuer Europaer. Es kommt mir hier so vor alsob es hier nur Englaender und Chinesen gibt, denn ich hab noch nicht einen Deutschen im, Hostel getroffen, und das will schon was heissen.
Zumdestens hab ich mich dann auf den Weg der Erkundung gemacht ohne mir ein Ziel zu setzen. Mein erster Haltestop war Darling Harbour, ein kleiner Hafen mit vielen Pubs und Restaurants. an dem entlang bin ich Richtung Harbour Bridge. In einem kleinen Park mit wunderbarem Bilck auf die Bruecke hab ich fuer ein paar Fotos kurz halt gemacht. Diese Entscheidung war wohl massgeblich fuer den gestrigen abend. Das zeigt mal wieder wie freundlich die Australier doch sind. Neben mir standen 5 junge Erwachsene, die mich gefragt haben warum ich denn nicht lieber von denen ein Bild als von der Bruecke machen wolle. Ich habs einfach gemacht, und just wurde ich ein ein Gespraech verwickelt; das uebliche, woher ich komme, was ich hier mache .... Die 5 haben mich dann auch gleich dazu genoetig mein erstes australisches Bier zu trinken, kein Foster, sondern was besseres, denn Foster mag hier wohl keiner, und auf mein ersten Tag in Australien anzustossen. Die 5 kommen aus einem Vorort von Sydney und sind Studenten, die gerade den Geburtstag eines derer feierten. Sie kamen zu 5. und gingen zu 6. . Wir sind nach einem wundervollen Sonnenuntergang, zur \"Under Opera Bar\" gegangen um dort weiterzufeiern. Einer der 5 hat mich eingeladen mit seiner Familie zusammen Weihnachten am Strand von Sydney zu feiern und ein Anderer gibt mir die Moeglichkeit bei ihm zu Naechtigen - Hey und die kenn ich erst seit 2h. In Sydney feiert man uebrigends Weihnachten am Strand mit seinem eigenen Grill, man isst hier naemlich kein Turkey sondern macht BBQ, ueberhaupt sind die Australier total BBQ versessen. Als Vegetarier hat man hier nur 2 Moeglichkeiten: Flieschfresser werden oder sterben XD. Fuer die Italiener sind es Nudeln, fuer die Franzosen Wein, fuer die Deutschen Bier und fuer die Australier ist es Beef also BBQ.
Zusammen sind wir dann noch ins MCA (Museum of contemporary art) gegangen, was sie mir unbedingt zeigen wollten, da die alle was mit Kunst und Design machen und es kein Eintritt kostet. So verbrachte ich dann meinen ersten abend in Australien. Besser haette es nicht starten koennen. Ich sollte zwar noch mit zu deren Birthdayparty in dem Vorort, aber der ist 30min mit dem Bus entfernt und ich wollte mir am ersten abend nicht zuviel zumuten. Aber ich habe Tel. und E-Mail, wenn ich naechstes Wochende Lust hab, machen wir wieder was zusammen.

Am Opera House bei Nacht ( ist wunderschoen, hab ich das schon gesagt?), hab ich dann noch 2 Deutsche aus Dresden getroffen, die schon seit einem Monat hier sind und auch W & T machen. Die haben bis jetzt aber nur 4 Tage fruitpicking in den Blue Mountains gemacht und suchen gerade ein Job in Sydney, wobei sie aber nicht so viel Glueck zu haben scheinen. Die 2 haben sich schon ein Auto gekauft, einen alten mitsubishi kombi fuer nur 950A$ (Ich rechne immer A$ - 1/3 = Euro, also rund 600) in dem die auch gut schlafen koennen. Versicherung hat das Ding wohl keine und die Registrierung laeuft noch ein bisschen. Es kamen also noch keine Zusatzausgaben auf die zu. Ich hab noch ein paar nette Tipps zur TFN Beantragung und zur Kontoeroeffnung bekommen bis die sich in Richtung Kings Cross und ich mich in Richtung Hostel gemacht haben.
(Ihr koennt ja auch mal auf deren Blog, http://www.oz-backpackers.de/ , kucken)

Mein Zimmer im Hostel muss ich mit 2 Englaendern und 2 Koreanern teilen, die aber auch super nett sind. Ansonsten konnte ich bis jetzt ausser Sightseeing noch nicht viel machen, da wie ihr ja wisst, Wochenende ist. Also hab ich mich heute wieder in Richtung Harbour Birdge bzw. nach \"The Rocks\" gemacht. The Rocks ist die erste Siedlung Australiens die Arthur Philipp, 18 Jahre nach der Entdeckung James Cooks, zusammen mit 11 Schiffen und 750 Gefangenen gegruendet hat. Gleich unterhalb der Harbour Bridge stehen also die aeltesten Gebaude Australiens, die mittlerweile Hotspot des Massentourismus\'s geworden sind. Zur Zeit ist hier das Aroma Festival. Es stehen dort hunderte von Staenden, die Kaffee, Kakao, Tee oder suesse Kleinigkeiten verkaufen, nebenbei gibt es diverse Buehnen an denen verschiedene Bands ihr bestes geben. Unteranderem auch didgeridoospielende Aborigines. Die 5 mit den ich gestern unterwegs war, meinten die Aborigines sind nicht so beliebt. Die meisten bekommen welfare vom Staat und geben das fuer Alkohol und Drogen aus - nur wenige erinnern sich an ihre Kultur und Herkunft.

Morgen werd ich mich wohl aufmachen zum naechsten Tax Office um endlich meine TFN zu beantragen ohne die ich hier nicht arbeiten kann ( also kann ich schon, aber dann zahl ich 50% Steuern). Ausserdem muss ich mich aufmachen und ein Mobiltelefon kaufen. Ich hab mich schonmal informiert. Vermutlich kauf ich mir ein Prepaidphone bei Vodafone. Es ist nur ziemlich schwierig im Dickicht der Specialoffers durchzusehen. Ich kann unter anderem zwischen folgendem waehlen:
- 30$ zahlen 130$ Guthaben haben (Guthaben verfaellt aber nach 30 Tagen)
- 30 Zahlen 30 Guthaben und 60 free txt (auch nach Europa ) aber auch nur fuer 2 Monate
- 30 zahlen 30 Guthaben aber guenstige Tarife ( auch 2 Monate )

Ihr seht, dass es nicht einfach ist zu waehlen, das erste Angebot klingt schon sehr verlockend, nur doof, dass es schon nach 30 Tagen verfaellt. Mal sehen fuer welches ich mich entscheide.

Am Dienstag muss ich mich eh entscheiden was ich mache. Entweder ich verlaenger mein Hostel hier, such mir ein neues, oder verlasse die Stadt. Ab Dienstag hab ich dann auch nur noch eine Zeit bis dann am Dienstag darauf der WJT beginnt und ich mich hier mit den Mexikanern treffe.

Was das Wetter betrifft, sind hier alle am meckern, es sei zu kalt. Ich find das Wetter so wie es ist eigentlich ganz schoen. Wir haben hier Winter, also die kaelteste Zeit des Jahres, aber die Sonne scheint und man kann trotzdem im T-Shirt und kurzer Hose rumlaufen solange es hell ist. Sobald es dunkel wird, und das wird es schon um 5:30 pm, wird es auch kalt und noch was wird es: Laut. Ab 8.00 fangen die Diskos, Pubs und Clubs an laute Musik zu machen, auch bei mir im Keller des Hostels lauft ziemlich gute Musik und wenn ich hier fertig bin geh ich da mal runter. So wie es aussieht kann ich jetzt aber erstmal keine Fotos hochladen, da es auch hier wieder nur Zugriff auf den IE Explorer gibt. Ich geh dann die Tage wieder in ein Internet Cafe, da ist es auch nicht so teuer wie hier im Hostel.
Sowieso ist hier alles teuer. Ein Bier im Pub in dem man stehen muss kostet um die 9$ (0,3l). Um den Skytower zu besichtigen(sowas wie unser Fernsehturm), muss man schon 50$ (!) zahlen. Aber auch normale sachen wie Milch und Cornflakes sind teurer als bei uns. Da es bei mir im Hostel kein Fruehstueck inklusive, dafuer aber eine riesen Kueche mit einem RIESEN Kuehlschrank wo jeder seine Sachen reintuen kann, gibt. Hab ich mir schonmal mein Fruehstueck zusammengekauft. Ich war heut das letzte mal im Restaurtant in Chinatown (schonwieder Chinatown) essen, bevor ich mich dann die Tage an meinen eigenen Kochkuensten versuche.

Was ich ausserdem noch vor hab:
TFN beantragen, Bankkonto eroeffnen, Visa in den Pass einkleben lassen,
Von Bondi Beach (der touristische ) nach Congee Beach (der schoene) laufen, Botanischen Garten ankucken, Kings Cross (Sowas wie Reperbahn) ankucken, Hafentour mit dem Schiff machen, Rueber nach Manly Island fahren und vieles mehr. Ich hab also noch viel zu sehen hier in Sydney, ich will aber auch nicht alles vorwegnehmen, da ich im Verlaufe des jahres wohl noch oeffter hier sein werde.

Ich wuensch euch dann noch ein schoenen Tag in Deutschland und hoffe ihr hattet Spass beim Lesen. Ich wuerde mich auch fuer jede Art von Feedback freuen, sei es ueber E-Mail(ashauser@gmx.net) oder ueber studivz. Ich hoff ja Steven kann doch nochmal sowas wie ein Gaestebuch reinstellen.

Thats it, Alex.

Entry #4
05.07.2008 - Sydney !!!
Hey ich bin da, im gelobten Land. Naja so toll ists dann doch wieder nicht. Der erste Eindruck ist erstmal nicht so gut. Ich sitze hier im Internetcafe und zahle 3 A$ die Stunde, weil ich noch nicht auf mein Zimmer kann. Das Hostel ist riesig und viele kommen gerade an und gehen wieder. Das Wetter ist auch nicht so toll. Ohne lange Sachen und Pullover geht hier garnichts.
Ich hab mal ein paar Bilder hochgeladen, natuerlich nicht alle die ich gemacht habe, aber reicht ja schonmal fuer einen kleinen Einblick. Ich versuchs gleich nochmal im Hostel und leg mich dann etwas hin. Der Jetlag macht mir ganz schoen zu schaffen. Vielleicht passiert ja nachher nochwas spannendes.
Bis dahin erstmal nur Schoene Gruesse aus dem fernen Sydney :)

Entry #3
04.07.2008 - 3 Tage Singapur
Schnell gingen sie vorbei, meine 3 Tage in Singapur.
Ich bin gerade in einem winzigen Internetcafe, so winzig, dass ich nichtmal platz habe mein Rucksack zu positionieren. Ausserdem ist das Internet so langsam, dass allein google schon 1 min braucht um geoeffnet zu werden ...

Was hab ich denn noch so alles gemacht, fang ich mal an:
Etwa 5 min von meinem Hostel entfernt, befindet sich das sogenannte \"Little India\". Natuerlich leben hier nur Inder und man kann wirklich glauben in Indien zu sein. Hunderte von Laeden reihen sich hier aneinander, Von Teppich ueber Gewuerz bis Goldschmuck, kann man hier fast alles kaufen.
Staendig wird man angesprochen ob man nicht das angeblich super tolle T-Shirt fuer nur 5 Singa $ oder die neuste indische Pop-CD kaufen moechte. Hier steht auch das sogenannte \"Mustafa Center\", das vor Chaos nur so strotzt. Jedes freie Plaetzchen wird mit irgendwelchen Lebensmitteln zugestellt das gerade so noch ein kleiner Inder vorbei kommt, aber leider kein Europaer mit Rucksack.
Das Angebot jedoch laesst keine Wuensche offen und so hab ich mir einen Mango-Bananensaft gegoennt, der sehr vielversprechend aussah. Dummerweise hab ich den Zusatz \"with Nata de Coco\" ueberlesen und musste dann wohl oder uebel mit den Stueckchen im Saft leben.
Gleich nebenan befindet sich noch ein Sri Veeramakaliamman Tempel, den man nur Barfuss betreten darf.

Irgendwie war mir dann nach Kultur, also entschloss ich mich gleich noch Chinatown anzukucken. Im Grundegenommen ist Chinatown wie Little India. Die gleiche Masse an Laeden und das gewusel drumherum, der Unterschied besteht nur in den Menschen die dort leben, die logischerweise Chinesen sind. In einem der vielen Garkuechen hab ich etwas zum Essen bestellt. Die Gerichtsbezeichnung ist jedoch leider nur in Chinesisch also hab ich auf gut Glueck meinen Magen entscheiden lassen. Das Fleisch, welches vorher noch nach Chicken aussah, entpuppte sich aber als ungeniessbares irgendwas. Dafuer war es aber billig und schnell zubereitet ;)

Auch hier leben die Menschen ihren Glauben aus und so gab es auch hier einen Tempel. Ich hatte das Glueck waehrend einer Zeremonie dabei zusein, in der, vergleichbar mit Taize, immerwieder das gleiche gesungen wird - Ich vermute mal, dass das ein Mantra war. Zusaetzlich musste man an einer bestimmten Stelle eine ausgefallene sich-hinknie-Bewegung machen.
Ueberall waren kleine Buddhas aufgestellt und es roch nach Raeucherstaebchen, die von den vielen safranfarbenen Moenchen angemacht wurden. In Allem eine sehr schoene Atmosphaere.

Wenn in Singapur die Sonne untergeht, darf man sich ein Highlight nicht entgehen lassen: Den einzigartigen Singapur Nachtsafari Zoo. In verschiedenen Zonen werden Nachtaktive Tiere praesentiert, an denen man bequem mit der Tram vorbeifaehrt oder vorbeilaeuft. Aufgepeppt wird das ganze durchdiverse Shows mit dressierten Tieren und Feuerakrobaten.

Im Bus zurueck zum Hostel, hab ich dann auch noch einen super netten Japaner kennengelernt, der gerade von einem Work & Travel Jahr aus Australien wiederkommt. Ihn konnte ich jede Menge zum Tax Return oder zum Autokauf fragen. Er hatte sich z.b. ein Auto in Perth fuer 1300 A$ gekauft, hat es fuer 700A$ repariert und konnte es dann wieder fuer 1700A$ verkaufen. Der Verlust ist also sehr gering, dafuer das das Auto 1 Jahr lang benutzt wurde. So langsam glaub ich ist es wirklich besser ein Auto zu kaufen.

Was ich euch noch unbedingt erzaehlen will ist mir erst vor 2h passiert. Manchmal muss man irgendwie zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein und zusaetzlich noch gut Aussehn ^^
Ich gehe gerade durch den botanischen Garten des Raffle Hotels, als mich ein freundlich aussehender Mann im Anzug anspricht ich muesse mir auch noch dies und jenes anschauen. Ich hab ihn gefragt wo man denn hier den legaenderen Cocktail trinken koenne und irgendwie so kamen wir ins Gespraech. Ich hab ihm von meiner komplizierten Herkunft, meinem Abitur und meinen Absichten in Australien erzaehlt. James, der Name des Mannes, kommt aus England und hat hier in Singapur eine Aussenstelle seiner Travelagentur. Er war irgendwie von meiner Person und meinem Englisch begeistert, so dass er mich glatt gefragt hat ob ich nicht fuer ihn waehrend einer \"German Exhibition\" anfang naechsten Jahres arbeiten woelle. Er hat gesagt, dass seine Firma auch fuer den Flug von Australien nach Singapur und zurueck aufkommt bzw mir eine Unterkunft besorgt. Leider hat sein kleiner Sohn angefangen zu quaengeln und er gab mir ersteinmal seine E-Mail und Internetseite auf der ich mich doch wenn ich lust habe melden soll. Er will aber nochmal mit meinen Eltern sprechen um zu kucken ob alles OK ist.
Mal sehen ob das klappt, aber irgendwie ists schonmal lustig so schnell ein Job zu bekommen ohne ueberhaupt danach zu Fragen.

In 4 Stunden startet mein Flugzeug, also mach ich mich mal langsam auf den Weg meine letzten 20 Singa $ auszugeben.

Ich meld mich wenn ich in Sydney ankomme, so gegen 06.00 Uhr Ortszeit. Wir haben dann ein Zeitunterschied von 10h :(

Lg und Guten Morgen denen, die gerade aufgestanden sind.

Alex


Entry #2
02.07.2008 - Mein erster Tag in Singapur
Soooo!
Mein erster Tag in Singapur ist geschafft, ich hab viel gesehen, bin viel gelaufen und hab eine menge geschwitzt. Man muss sich das so vorstellen: Jedes, absolut jedes ueberdachtes Uergendwas ist hier airconditioniert, das heisst: Sobald man aus diesen Bereichen rauslauft faengt man unweigerlich an zu schwitzen, die ganze Zeit, den ganzen Tag.
Zum Glueck war ich heute am Strand von \"Sentosa Island\", einer Art Freizeitparkinsel mit allerlei Unterhaltungsprogramm. Zufaelligerweise hab ich dort auch den Suedlichsten Punkt Asiens gefunden, so hab ich zumindest das Schild \"Southernmost Point of Asia Continent\" frei uebersetzt. Wenn ich hier Bilder hochladen keonnte, was nicht geht, weil man kein Zugriff auf den explorer bekommt, wuerde ich euch das Schild und allerlei anderer schoener Aufnahmen zeigen.

Man koennte ja jetzt denken: Ok, ich war am Strand, also mueste das ja eine schoene Abkuehlung sein. Dachte ich auch, aber als ich ins Wasser gegangen bin kam mir das eher nochwaermer vor als die Luft eh schon war. Es ist jetzt hier gleich 01.00 aber immernoch 30 Grad - Man haben wir in Deutschland doch ein tolles Klima. Das einzig tolle daran ist, dass das selbst den Muecken zu warm ist. Mich hat soweit naemlich noch keine besucht.

Zum Nachmittag dann hat es gluecklicherweise mal geregnet. Regen bedeutet hier aber Regen und nicht das was wir unter Regen verstehen. Wenn man versucht im Regen zu Laufen (Ich hatte zufaelligerweise mein Regencape, was ich von Hanna geschenkt bekommen hatte dabei), laesst man es dann doch lieber aus Sicherheitsguenden bleiben - Es regnet naemlich so stark das es fast wehtut, vergleichbar mit Hagel.

Als es dann schon dunkel wurde, hab ich mich zur Prommenade am Singapurriver aufgemacht. Da sieht man naemlich auchmal Europaer, bzw welche die so aussehen. Heute war in fast allen Pubs Public Viewing. EM ist zwar schon vorbei, aber die ansaessigen Australier interessieren sich eh mehr fuer Rugby, und heute war irgend so ein Endspiel zwischen \"New South Wales\" und \"Queensland\". Die Stimmung ist vergleichbar mit dem eines EM Spiels, mit einem Foster in der Hand wird bei jeder Taetigkeit gegroelt. Die Mehrheit der Fans war wohl fuer Queensland, die dann auch 16:10 gewonnen haben. Ich glaube es waer nicht schlecht sich da mal ein paar Regeln durchzulesen, weil ich mich in Australien sonst, was Sport betrifft, langweile.

Nebenbei hab ich den Leuten vom Bungeespringen zugesehen bzw einige schoene Nachtpanoramaskycraperfotos gemacht. Waehrend man dort an der Prommenade flannier (mit der Kamera in der Hand), wird man entweder staendig von pseudo japanischen Teenygirls angesprochen, die ein Foto von ihnen mit den Lichtern im Hintergrund haben moechten (was natuerlich mit diesen Handykameras nicht geht, die das aber nicht verstehen wollen), oder von speziell ausgebildeten
\"Ich-spreche-jeden-der-vorbei-kommt-an-Kellner\" genoetigt etwas bei ihnen zu essen. Wenn man es aber durch diesen Hoellentrip geschafft und Zeit gefunden hat die Aussicht zu geniessen, fragt man sich doch, an was fuer einem Ort man hier eigentlich gelandet ist.

The Singaporean way Of Life:

- Keine Minute ohne Handy, Mp3-Player, Laptop oder anderen abgespaceten Highend-entertainmentgeraeten verbringen.

- Trotz vollkommener Ueberfuellung der Rolltreppe nicht die Treppe benutzen (Ich war tatsaechlich gestern der einzige der mit seinem riesen Rucksack die Treppe benutzt hat).

- Fruehstens um 21.00 Abendessen (meist bis spaet in die Nacht)

- Versuchen nicht-airconditioniertes Gelaende zu vermeiden (eigentlich nicht schwer).


Morgen will ich mir mal Chinatown und Little India anschauen, da soll man wohl gesehen haben. Vlt. finde ich ja auch ein paar Postkarten und finde die Zeit welche zu verschicken ^^
Zum Abend hin will ich eine weltweit einzigartige (steht so im Reisefuehrer) Nachtsafari machen. Mal kucken was man hier darunter versteht. Mein neuer Zimmerpartner (Sam, aus Northern Ireland) war heut schon da und meinte es war toll :)

So far.

Schoene gruesse aus dem warmen Singapur.
Und Liebe Gruesse.

P.S.: Was mir dazu noch einfaellt \"I\'am swaeting like a horse\" ;)

Entry #1
01.07.2008 - Flug, Ankunft
Ja... Nun bin ich weg.
Irgendwie ist es traurig so jeden und alles zurueckzulassen. Vor 3 Tagen noch war ich auf meinem Abiball und jetzt sitze ich hier, im tiefsten Singapur und versuche das aufzuschreiben, was ich in den vergangenen 24 Stunden schon so alles erlebt habe.
Vorher muss ich mich jedoch noch bei allen bedanken die am Samstag bei meiner kleinen Abschlussfeier dabei waren. Ich glaube das war ein gelungener Abschied, von den Leuten die ich teilweise schon seit der Grundschule kenne und natuerlich allen anderen. Dadurch das Steven mir diese schoene Seite hier geschenkt hat, bin ich nun auch verpflichtet diese mit Informationen zu fuellen, von denen ich mir erhoffe die auf dem Laufenden zu halten, denen mein \"Trip to Australia\" interessiert.

Um kurz nach 18.00 machte ich mich mit meinen 8 Gefaehrten (Hanna,Kai,Alex,Falco,Basti,Paul und meine Eltern) auf den Weg zum Flughafen Tegel. Der Abschied fiel mir sichtlich schwer, besonders von meiner Freundin Hanna :( - mein weinendes Auge ueberwog hier meinem lachenden.
Danke nochmal an Hanna fuer den wundervollen Brief bzw. an alle, die mich bis zum Schluss begleitet haben, ich schaetze das sehr.

In den 50 min Flugzeit nach Frankfurt/Main, wo ich spaeter noch etwas Stress bekommen sollte, weil ich wieder durch diese elendig langen Durchleuchtungsapparate durchmusste, inklusive Schuhe ausziehen, Taschenkontrolle und Ticketabgleich, hatte ich dann genug Zeit nochmal ueber alles nachzudenken.
Dort erwarteten mich auch schon 106 Pilger aus dem Bistum Mainz die so wie ich auch auf dem Weg zum WJT 2008 in Sydnez sind.

Ich muss mal sagen, dass meine Wahl der Quantasfluggesellschaft ein voller Erfolg war. Ich meine, ich bin ja schon viel durch die Welt geflogen, aber so ein riesen Flugzeug mit so einer exklusiven Ausstattung und Service hat mich dann doch ueberrascht. Man steigt ja nicht alle Tage in ein Flugzeug in der ersteinmal eine Treppe zur 2. Etage steht oO. Allein unten gab es 75 Sitzreihen von A bis K. Jeder hat auf seinem Platz einen Joystick mit dem man durch das reichhaltige Entertainmentprogramm schalten kann. Dazu gehoeren neuste Kinofilme in 5 vers. Sprachen, als auch Klassiker wie \"The wizzard of Oz\", man kann klassische Spiele wie Schach, Minigolf, Bomberman etc. spielen, Australisches Fernsehen kucken, Radio hoeren, oder einfach nur die Flugroute unter die Lupe nehmen. Wem das nicht reicht, wird staendig mit Essen und allerlei kleinen Dingen zugestellt. Zum Abschied gab es sogar noch ein Lunchpaket, dass ich immernoch nicht geschafft habe aufzuessen. Der Flug geht zwar 12 Stunden, aber ich habe nicht einmal in ein Buch geguckt oder mit meinem Ipod Musik gehoert, denn neben mir sass (argh wo ist hier das sz) eine reizende alte Dame aus Brisbane (Australien) mit der ich mich annaehernd den ganzen Flug unterhalten habe. Schon ohne ueberhaupt in Australien angekommen zu sein, hab ich etliche Erfahrungen und Informationen bekommen. So erzaehlte sie mir z.B. , dass eine Bekannte von ihr neulich von einem Hai gegessen wurde, sie in ihrem Haus manchmal giftige Schlangen findet und dass ein Freund von ihr von einer Spinne gebissen wurde, der jetzt einen tauben Finger hat. Zudem gibt es noch giftige Quallen im Meer von denen sie mir abgeraten hat ( die sogar durch die Quallennetze durchkommen) und Krokodile in nahezu allen Gewaessern im Norden von Down Under - also eigentlich nichts neues ^^.

Ein Glueck kann hier ja fast jeder Englisch, das doofe daran ist aber, dass man die Menschen hier in Singapur absolut nicht versteht (vlt. sprechen die mit mir ja doch kein Englisch). Also musste ich mich irgendwie so mit meiner 2 zeiligen Lagebeschreibung meines Hostels durch die 35 Grad warme Tropenhitze in langer Hose und 2 Rucksaecken + Kamera schlagen. Und irgendwie kam ich mir dabei wie der Hahn im Huehnerstall vor. Singapur ist ja sehr multikulti, aber irgendwie war ich da der einzige Europaer unter den Indern, chinesen, Thais, Singalesen und Malayesen - und dazu noch der groesste. Man glaubt es kaum, aber ich kam in den Genuss mich fuer den Einstieg in die Bahn buecken zu muessen, um nicht von 20.000 Haltegriffen in einer vollkommenen Ueberfuellung erschlagen zu werden. Irgendwie hab ich das dann doch geschafft heile bis in mein \"Hangout\"(Name des Hostels) zu gelangen. Nachdem mich der Taxifahrer um 20 Singa $ aermer gemacht hat (Nachdem ich ihn schon von 25 runtergehandelt habe).

Eins muss ich noch sagen: Das Hostel ist der Hammer. Ich sitze hier an einem von 6 kostenlosen Breitbandrechnern, neben mir lauft der Fernseher,steht ein Billiardtisch. In meinem 6-Bettzimmer bin ich der Einzige und auf dem Dach des Hostels hat man Aussicht auf die Skyline - vom Pool aus versteht sich. Es ist jetzt 9:30 PM und ich bin absolut nicht muede (siehe Zeitverschiebung), deswegen werd ich mich mal mit meiner Kamera auf den Weg nach Motiven machen bzw. einem Weg die hier auf den Rechner zu ueberspielen.

Ich wuensch euch da draussen noch einen gesegneten Abend und vlt. habt ihr euch ja doch hier auf meiner Seite verlaufen.

Willst du noch jemanden gruessen?
Ja:
Ich gruesse meine Eltern die mir das ermoeglicht haben,
meinen Freund und Nachbarn Kai ( und Tim und Jan und Susanne und Benno),
mein Patencousinchen Sandra (+Familie),
David der meinen Pop Account sittet,
Alex mein Namensvetter,
Falco und Basti die hoffentlich gerade fuer die Schule lernen :P,
Paul, ueber den ich mich besonders am Flughafen gefreut habe (bzw Xenia),
Betti und Luise, die mir noch 2 schoene Abschieds Smssen geschrieben haben,
Steven, ohne den ich das hier jetzt nicht schreiben wuerde,
Laura, die mir gestern noch den Stick mit den Fotos gegeben hat,
Phil und Geraldine, mit denen das Finale nicht mehr ganz so traurig war,
Tobi, dessen stara bohemia noch bei mir im Keller steht,
Laura und Mareike, die auch am Samstag da waren :),
Nylle, der wahrscheinlich immer noch pennt,
die Dresdener (Hab mich ueber euren Eintrag gefreut),
Sarah und Netti, ohm ... ,
Jojo, der nen cooler Typ ist ;),
Jan, fuer den tollen W-4-U Text,
Abi 08, fuer den tollen Abispruch -.-,
Konny K. und Micha die ich vergessen habe einzuladen,
Horst (?),
der,der das gerade liest,
die, die ich bis jetzt vergessen habe,

UUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUND
Natuerlich dich, Hanna, Ich hoffe wir sehen uns in einem Jahr genauso wieder, wie wir uns verabschiedet haben. Die letzte Woche war hart, aber was ist schon 1 Jahr im vergleich zu 10 Jahren (?). Was ich damit sagen will: Ich liebe dich.

Danke und bis demnaechst



P.S.: Ich hasse diese Tastatur
P.SS: Fehler koennen nicht korrigiert werden (Steven ankuck)
P.SSS: Wer sich das alles durchgelesen hat ist selber Schuld XD